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WHöngebivge. 
Von Dr. I. Schneider in Fulda. 
Das Interesse sür das Rhöngebirge nimmt mit jedem Jahre 
zu, und ist es besonders nach Gründung eines Rhönclubs zu er 
warten, daß dasselbe in d.-r Folge immer mehr besucht wird. 
Wir erachten es deshalb als eine zweckmäßige Beigabe zu dem 
Fuldaer Adreßbuche, wenn wir eine Reihe von kürzeren und 
längeren Touren, wie sie am zweckmäßigsten von Fulda aus ge 
macht werden können, hier angeben. 
Den Grundstock des Rhöngebirges bildet die hohe Rhön, ein 
großes Plateau von einer Höhe von 800—900 Meter über dem 
Meere. Hieran schließt sich nach Westen und Südwesten die 
kuppenreiche Rhön, deren mannigfaltige Höhen von Fulda aus 
in so schöner Gruppirung gesehen werden. Nach Süden schließt 
sich das Massengebirge des Kreuzberges und der Schwarzen Berge 
an die hohe Rhön an An diese größeren Gebirgszüge reiht sich 
noch das nördliche Vorgebirge, welches sich zwischen Haun und 
Werra in die Provinz Hessen, das Großherzogthum Sachsen- 
Weimar und das Herzogthrun Sachsen-Meiningen erstreckt, und 
das südliche Vorgebirge zwischen Sinn und fränkischer Saale im 
Königreiche Bayern. 
Die höchsten Höhen des Gebirges sind: die große Wasser- 
kuppe (950 M.), der Kreuzberg (932,8 M.), das Dam 
mersfeld (927,5 M.), der Heidelstein oder Schwaben 
himmel (höchster Punkt der hohen Rhön, 924 M.), der Eier- 
hauck (910 M.), der Pferds köpf (876 M.), der Reeßberg 
(865,3 W.) und die Milseburg (822,? M.)