I. 
Br Marbach's äusserer Lebensgang. 
Der von Marbach bei Gelegenheit seiner Aufnahme 
in den Bund der Freimaurer abgefasste und im Archiv 
der Loge befindliche Lebensabriss uinfasst die Zeit von 
1810 bis 1844 und hat folgenden Wortlaut: 
„Ich ward im Jahre 1810 am 13. April in Jauer 
als Sohn des dortigen Predigers Carl Christian Heinrich 
Marbach geboren. Mein Yater wurde durch ein lang¬ 
wieriges Siechthum schon in seinen besten Jahren heim¬ 
gesucht, meine Mutter, seine zweite Gattin, pflegte den 
Kranken mit seltener Geduld und Ausdauer. Solche Ver¬ 
hältnisse hatten zur Folge, dass ich in meiner Jugend 
eine sentimentale Richtung erhielt, welche nur dadurch 
entkräftigt wurde, dass mein Yater in mir schon früh¬ 
zeitig einen brennenden Ehrgeiz zu erregen wusste. Im 
Jahre 1819 kam ich unter die Leitung meines Oheims, 
eines sehr aufgeklärten und kräftigen Mannes, bei dem 
ich in dem Wissen nur wenig, desto mehr in sittlicher 
Beziehung Fortschritte machte. Nach einem Jahre wurde 
ich der Kitterakademie in Liegnitz zur weiteren Ausbil¬ 
dung übergeben. Der Ton auf dieser fast nur von Ade¬ 
ligen besuchten Erziehungsanstalt blieb nicht ohne Ein- 
ñuss auf meinen Charakter. Ich gewann an Haltung,