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X. 
Marbach's Ansichten über die Stellung der 
isolirten Logen. 
ö'ie Loge Balduin zur Linde gehörte in den ersten 
ßecennien ihres Bestehens von 1776—1808 dem System 
der Grossen Landesloge von Deutschland an; dann sagte 
S1e aus Widerstreben gegen deren Verfassung und wegen 
mehrfacher Competenzstreitigkeiten sich von dieser los 
und suchte und erhielt eine Constitution von dem Pro- 
vinzial-Grossmeister der englischen Grossloge Beckmann 
in Hamburg und schloss sich zugleich der durch Ludwig 
Schröder in Deutschland wieder hergestellten altenglischen 
Arbeitsweise an. 
Seit dem Jahre 1809 besteht die Loge Balduin zur 
Linde in der vollen Selbständigkeit und Unabhängigkeit, 
Welche die Grossloge von England den von ihr im Aus¬ 
lande begründeten Logen einräumt, nur den Gesetzen ge¬ 
horchend, welche sie selbst sich giebt und den Grund¬ 
sätzen huldigend, welche in allen gerechten und voll¬ 
kommenen Logen gelten. Nur eine kurze Zeit, von 1815 
bis 1824 hatte sie sich dem Sächsischen Grosslogenbunde 
angeschlossen unter Vorbehalt ihrer besonderen Rechte; 
dieses Verhältniss wurde aber in freundschaftlicher 
Weise wieder gelöst, und sie wurde eine sogenannte iso- 
lirte, selbständige Loge, welche keiner Grossloge gegen¬ 
über zum Gehorsam verpflichtet ist. Lange war sie ganz 
unangefochten geblieben in ihrer Stellung; Marbach hatte 
in seinen Vorträgen öfter betont, dass die Loge Balduin 
gerade wegen ihrer isolirten Stellung ganz besonders 
strenge Anforderungen an ihre Mitglieder stellen müsse, 
um nach allen Richtungen hin sich einen guten Ruf in