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„Das ist die Loge Balduin zur Linde: eine auf dem 
^tenglischen System gegründete unabhängige Freimaurer¬ 
loge, welche keine Hochgrade, keine Gewalt einer Gross¬ 
tage, kein Sprengelrecht anerkennt, welche bei ihren Auf¬ 
nahmen keine Rücksicht a^uf Nationalität , Religions- 
bekenntniss und politische Parteistellung nimmt, welche 
bestrebt gewesen ist, die Freimaurerei immer mehr aus 
ausserlichen Formen herauszubilden zur freien Aeusse- 
rung des ihr urlebendig innewohnenden geistigen Wesens, 
Welche sich Gutes zu thun beeifert hat, nicht um sich 
Verdienste zu erwerben, Lob zu verdienen und Dank zu 
ernten, sondern aus Lust der Herzen, um sich selber ge¬ 
nug zu thun, und welche dahin gelangt ist: wie für jedes 
Einzelne ihrer Mitglieder, so auch für sich als Ganzes, 
als Loge und als das, worin sie aufgeht, als Menschheits¬ 
bund jenes höchste Losungswort anzuerkennen, jenes ein¬ 
zige: Werde besser, damit die Welt besser werde!" 
XI. 
Marbach über die Aufnahme der Juden in den 
Freimaurerbund. 
Schon seit Anfang dieses Jahrhunderts war die wich¬ 
tige Principienfrage über Aufnahme der Juden in 
den Bund der Freimaurer in der Loge Balduin dis- 
cutirt worden; war auch eine Anzahl einsichtiger Meister 
für dieselbe, so war doch die Mehrzahl entschieden da¬ 
gegen aufgetreten und in dem 1833 neu herausgege¬ 
benen „Cpnstitutions- und Gesetzbuch" der Loge hatte 
folgender Paragraph über die Aufnahme-Suchenden Platz 
gefunden: