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Weihet mit ihm uns ein, 
Hellleuchtend soll er sein, 
Heilig, von Makel rein, 
Frei immerdar! 
Apoll und Balduin 
Segnet und schützet ihn: 
Weisheit und Kraft! 
Rings um ihn sehaaren sich 
M Sinner, die brüderlich 
Streben und freudiglich 
Nach Meisterschaft!" 
Es konnte bei solcher Thätigkeit nicht fehlen, dass 
die Brüder ihr Augenmerk auf Marbach richteten. In 
der Wahlloge den 7. Februar 1848 wurde er zum ersten 
Aufseher der Loge gewählt, aber nur bei einer Arbeit 
sollte er den Platz desselben einnehmen. Den 14. März 
1848 wurde der Mstr v. St., Br Gretschel, durch einen 
plötzlichen Tod aus einem gesegneten Wirkungskreise, so¬ 
wohl im bürgerlichen Leben als auf maurerischem Ge¬ 
biete, abgerufen. 
Dem ersten Aufseher lag es nach dem Logengesetze 
ob, dafür Veranstaltungen zu treffen, dass die Stelle des 
Mstrs v. St. baldigst wieder besetzt werde. Marbach lud 
den 11. April 1848 zu einer Wahlloge ein, richtete an 
die Brüder herzliche Worte der Ermunterung und Er¬ 
mahnung, machte auf die Wichtigkeit der vorzunehmenden 
Wahl aufmerksam und forderte auf, den neuen Meistert 
sei er, wer er wolle, mit Freudigkeit und festem Vertrauen 
aufzunehmen und ihm mit Zuversicht die Leitung der 
Loge anzuvertrauen. Was Marbach, der nur kurze Zeit 
über drei Jahre dem Bunde angehört hatte und erst vor 
zwei Monaten in die Zahl der Logenbeamten aufgenommen 
war, kaum geahnt haben mochte, geschah: er wurde mit