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keits-Institute ill's Leben traten. Eine Zeit stiller Wirk¬ 
samkeit und beglückenden Friedens durchlebte die Loge 
unter der Regierung des bereits in höherem Alter stehen¬ 
den Brs Johann Friedrich Wilhelm Döring (1836—1841), 
während Br Carl Christian Carus Gretschel (1842—1848) 
hohe ideale Ansprüche an den Bund stellte, es verstand, 
für künstlerische Einrichtung und Ausführung der Logen¬ 
arbeiten zu sorgen und sich bemühte, die alten Symbole und 
symbolischen Handlungen der Maurerei den Forderungen 
der Neuzeit gemäss zu vergeistigen, dabei aber die mau¬ 
rerischen Formen durchaus nicht zu vernachlässigen, 
überhaupt auf Grund des historisch Ueberlieferten die 
Maurerei zeitgemäss fortzubilden. 
Als Marbach durch den plötzlichen Tod Gretschel's 
auf den Meisterstuhl gehoben wurde, fand er die Bahnen 
geebnet und die Wege vorgezeichnet, auf welchen er das 
äussere Gedeihen der Loge weiter zu führen hatte. Und 
er hat dies redlich und treu gethan; pietätvoll hat er 
die bewährten Einrichtungen gepflegt und weiter ent¬ 
wickelt und Neues dazu geschaffen. 
Schon 1848 wurde der Prüfungsausschuss ins 
Leben gerufen. Dieser bestand und besteht noch jetzt 
ausser dem Mstr v. St. aus einer Deputation von fünt 
Brüdern und hat die Aufgabe, die Würdigkeit und 
Befähigung der zur Aufnahme in den Bund vorgeschla¬ 
genen Aspiranten zu untersuchen. 
Der durch den Logenmeister, Br Wilhelm Goetz, 1827 
gestiftete Wöchnerinnen-Hilfsverein, der den Zweck 
hat, hilfsbedürftigen, verheiratheten Wöchnerinnen und 
deren Neugeborenen die nöthigsten Bedürfnisse zu reichen 
und der diesen schönen Zweck seit seinem Bestehen an 
mehr als 15000 Wöchnerinnen erfüllt hat, erhielt in dem 
gleichen Jahre 1848 neue Statuten, deren Praxis man