Einleitung. 
Wenn ich versuche in den nachfolgenden Blättern 
das reiche Maurerleben des den 28. Juli 1890 i. d. e. 0. 
eingegangenen Brs Gotthard Oswald Marbach dar¬ 
zustellen, so kann es mir nicht beikommen, den ver¬ 
ewigten Bruder in seiner Wirksamkeit und seinen Lei¬ 
stungen als Gelehrten, oder als Lehrer an der Hochschule, 
oder als Schriftsteller auf den verschiedensten Gebieten 
der Wissenschaft, oder als Rédacteur einer bedeutenden 
politischen Zeitschrift nach seinen socialen Anschauungen, 
oder als Gründer und Director einer blühenden Renten- 
und Lebensversicherungs-Gesellschaft, oder auch nur nach 
seinem bürgerlichen und Familienleben zu schildern — 
eine solche Aufgabe, so dankbar sie auch sein möchte, 
würde weit über meine Kräfte hinausgehen. — Aber 
Marbach in seinem Leben und Wirken als Frei¬ 
maurer zu zeichnen, dazu habe ich wohl ebenso viel Be¬ 
ruf, als ein anderer Bruder, der ihm im Leben nahe ge¬ 
standen. Habe ich doch den grössten Theil seiner maure¬ 
rischen Vorträge, die er dann später veröffentlichte, mit 
eigenen Ohren gehört und habe als langjähriger Logen- 
secretär den Gedankengang dieser Reden in den Logen-Pro¬ 
tokollen niedergelegt, habe auch in dieser meiner Stellung 
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