Provinzialmuseen überhaupt . Ein solcher litterarischer Anhang an die Bearbeitung der Besitz - thümer der Sammlung selbst wird überall erst im Stande sein , diesem Besitzstand seinen rechten Platz in dem Gesammtgebiet der Erscheinungen anzuweisen und überall nöthig sein , weil es in der That nie gelingen wird — und bei einem einseitigen Versuche man bewirken könnte , dass die Lust der Privatsammler ganz erschlaffte — alle Fundstücke an die öffentlichen Sammlungen heranzuziehen . Der Form nach wird diese Uebersicht sich auf die Fund arten beziehen , wobei es nicht vermieden werden kann , in der Reihenfolge der geschilderten Fundarten eine Rücksicht auf ihre muthmassliche Chronologie der Ursprungszeiten zu nehmen , wodurch das so ängstlich von dem Berichterstatter gemiedene Hineintragen einer subjectiven Ansicht leider nothwendig wird . Zuvörderst aber soll noch bemerkt werden , dass auch in dieser Uebersicht alle auf Hanauischem Gebiete gemachten Untersuchungen aus den oben angeführten Gründen ausgeschlossen bleiben , so wie aus denselben Gründen die dem Gebiet der ehemaligen Enclave Nauheim angehörigen , welche jetzt zu dem Untersuchungsfeld des Vereins zu Darmstadt gehört . Sachlich aber wird einstweilen von jeder Mittheilung über Schlackenwälle , Ringwälle , Opferstätten , Opfersteine — sowie über Spuren versprengter römischer Erscheinungen — abgesehen werden , da dieselben mit dem Hauptgegenstand des Berichts — den vereinigten Sammlungen — in allzu geringer Beziehung stehen , auch der Berichterstatter die Hoffnung hegt , seinerzeit hierüber , nach besser gesammelten Erfahrungen , einiges mittheilen zu können . Aus ähnlichen Gründen wird auch eine Besprechung der zwischen Hossdorf und Wardorf vorkommenden häufigen Funde der im Volksmunde sogenannten Hegenbogenschüsseln nicht versucht werden , zumal da den in der Münzsammlung des Museums vorhandenen Stücken die litterarische Beglaubigung dieses Ursprungs fehlt . Aber auch bei dem Gebotenen muss bemerkt werden , dass es sich nur um einen ersten Versuch handeln kann , der gemacht wird , um die Correctur herauszufordern einerseits — andererseits , um denen , die von früheren oder neueren Angaben über hessische Fundorte Kenntniss erhalten , die Möglichkeit zu geben , sich darüber zu unterrichten , ob solche schon sonst bekannt waren oder wohl schon sucht worden sind . 
Als das älteste Denkmal der Cultur darf wohl unbedenklich betrachtet werden : 
Der Warteberg bei Kirchberg , 
ein Scherben - und Knochenhügel , zuerst besprochen von Landau im Vili . Bande der Schriften des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde , dann in dem Programm von Claudius , Marburg 18 ( 51 : Mittheilungen über ein auf dem Warteberg bei Kirchberg aufgefundenes lager , dann untersucht , und in einer ungedruckten Abhandlung besprochen von Gerland in der Sitzung des Vereins vorn 4 . December 18 ( 51 ( s . Mittheilungen ) , endlich untersucht vom erstatter am 25 . August 187 ( 5 ( acta Musei , Ausgrabungsprotokoll de 187 ( 5 Nr . 1 ) . In der lung des Museums befinden sich nunmehr sowohl die von Landau und Claudius als noch in den Händen des Herrn v . Buttlar genannten und wohl von ihm geschenkten Stücke , als sämmtliche durch Herrn Dr . Gerland überbrachten und beschriebenen , als die von der Untersuchung des •laines 187 ( 5 herstammenden mit den damals von Herrn Gutspächter Huellberg geschenkten , auch einige späterer Zeit ungehörige oder zufällig an den Ort gekommene Fundstücke : eine Münze des Aurelian , die nicht auf dem Berge selbst , sondern weiter ab gefunden wurde , ein mittelalterliches Panzerhemd von Eisemnaschen . — Einige Stifte , die man wohl mit , Recht , als