seien , die der Landgraf habe zu öffnen befohlen . Es heisst dann wörtlich : „ Und die Erwartung hatte den trefflichen Fürsten nicht getauscht , denn einige dieser enthielten eine , andere zwei oder drei Todtenurnen mit Asche gefüllt . Unter jenen Hügeln aber überragte einer vor allem alle übrigen an Höhe und Umfang , in welchem ein auf dem Leibe liegendes Skelet und drei bis vier Fuss tiefer unter ihm drei Urnen , deren die grösste die Mitte einnahm , und dabei längliche zugespitzte Feuersteine und drei Steine von grauer Farbe gefunden wurden . " Ueber das noch Erhaltene von diesen Funden wird bei der Uebersicht der Sammlung gesprochen werden . Hier möge nur noch erwähnt sein , dass man bei dem grossen Grabe ( auch Landau in unserer Zeitschrift 1837 ) an malige Benutzung gedacht hat , so dass die oberste Leiche der christlichen Zeit angehöre , nach einer von Karl dem Grossen später verbotenen Unsitte , die alten Hügel zu Christengräbern zu benutzen . 
Das Grab zu Vöhl , 
aufgedeckt im Frühling 1869 durch den jetzigen Bauinspector Bern er zu Kyritz . Er beschreibt dasselbe als in der Nähe der Edder gelegen 50 Fuss im Durchmesser gross . 2' / a Fuss unter der Mitte fand er „ einen Heerd aus Steinen " , mit aufgelegter Platte aus Grauwacke bestehend , ohne eine Spur von Feuereinwirkung . Hierunter folgte eine sehr feine Schicht aus Kohlen und Holz und Knochenüberreste . Sechs Fuss tief und im natürlichen Boden stehend , fand sich eine Urne aus rüthlichem Thon mit Verdachung aus derselben Masse von roher Arbeit und mit geringen Verzierungen . In der Urne fand sich Asche und Knochenreste . Neben der Urne standen vier Steine aus Grauwacke . Reste anderer Urnen fanden sich in der vorgedachten Kohlenschicht . Ausserdem fand sich noch eine Pfeilspitze von Feuerstein und eine steinerne Handwaffe . Herr Berner , damals Kreisbaumeister in Kirchhain , sagte mir 1876 , dass er diese Dinge durch Ver - mittelung eines Privatmannes seiner Zeit nach Cassel dirigirt habe . Angekommen sind sie leider dort nicht . Dieser Bericht ist den Akten des Geschichtsvereins entnommen . 
Das Steinkammergrab bei Fritzlar , 
aufgedeckt durch den Berichterstatter am 19 . October 1875 . Es lag im Fritzlarer Stadtwalde , ein wenig abseits der übrigen zahlreichen Grabhügel dieses Waldes . Bei der Aufgrabung zeigte sich der schon pag . 5 dieses Berichts erwähnte Befund . Die einzelnen Steine der Kammern waren 1 m lang , 1 , 50 in hoch . Acta Musei 1875 . Ausgrabungsprotokoll . 
An die Hügel mit , Steinfunden schliessen sich wohl am besten an 
die Einzelhiigel . 
Von solchen wurden geöffnet , wie bereits pag . 3 und 4 erwähnt , wurde , eines in der Nähe von Lembach im Vernewalde , zwei in der Nähe von Breitenau , eines bei Ehlen . Sie haben sämmtlich das Gemeinsame , dass sie aus gewaltigen Steinen bestehen , die in der Grösse von oben nach unten zunehmen und dass sich ausser einem Brandlager mit geringen Knochenresten aber Mundstücke nicht ergaben . Litterarisch bekannt , sind ferner durch Erwähnung des Claudius ein zwischen Kirchberg und Riede belegener und ein bei Naumburg hinter dem Orgelkopf führter Hügel ; auch liegt im Walde bei Spickershausen dicht an der Fulda ein solcher . Eigen - t . iiimlich verhält es sich mit dem Funde von Rothenditmold , wo es fast scheint , als ob man von