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Fasst man das Gesagte zusammen , «o sind im Ganzen untersucht worden 50 Hügelgruppen ; nur im Fuldischen ergaben dieselben . stellenweis Funde von Bronze und Eisen gemischt , sonst , durchweg nur Bronzen oder keine Beigaben ausser den Gefässen . Diese fehlten nie , ausser in Germershausen , wo es sich nach der Form der Schwerter um Gräber viel späterer Epoche handelt . Die Höhe ist fast immer nicht , allzuviel über Mannshöhe , der Umfang meist 100 Schritt . Die Construction ist aus Steinen und Erde gemischt — nur einmal in Fritzlar zeigt sich die kammer — die stärkste Steinconstruction zeigten die von Grifte ; auch sind dies die einzigen mit einer äusseren Steinumkränzung . Die schönsten Bronzen eigentümlich in anderen Theilen Hessens bis jetzt nicht wiederkehrender Form zeigten die Gräber von Unterbimbach und die vorn berg . Beine Eisenfunde ergaben nur die von Germershausen . Diesen untersuchten Hügelgruppen stehen gegenüber die vielen oben genannten , über welche Meldungen vorliegen , ohne dass auch in Fällen , wo einzelnes gefunden wurde , eine literarische Beschreibung bisher existirte , darunter die von Friedewald , von denen nur eins durch Herrn Oberförster Faber probeweis geöffnet wurde und den Fund bronzener Hinge ( als Spenden ) ergali , und ausserdem eine grosse Anzahl persönlicher Mittheilungen über solche , deren Natur als Grabhügel erst zu constatiren wäre . 
Bestattete Todte sind nirgends mit Sicherheit nachgewiesen . Der Fritzlarer Leichnam zeigt allerdings in den erhaltenen . Theilen keine Spur von Feuereinwirkung , lag aber nach Angabe des Herrn Oberförsters Hofmann in einer Aschenschiclit , könnte also wohl nur unvollkommen angebrannt gewesen sein . 
Grössere Hügelfelder 
sind die von Lembach und Schwarzenborn und die von dem Steinkammergrab etwas abseits gelegenen vielfach zerstörten kleineren Gräber des Fritzlarer Stadtwaldes . Nach Notizen in den Acten des Vereins wären solche ( vielleicht jetzt zerstörte ) auch im Altenwald bei Riede und bei Naumburg gewesen , deren jetziger Zustand noch zu untersuchen wäre . Ueber Aufdeckung und Natur des Lembacher Feldes ist bereits pag . 3 berichtet . Es handelt sich hier um lauter Hügel mit äusserer Steinumkränzung , innen gemischt aus Stein und Erde mit Urnen und den Funden einer eisernen Fibel und einer eisernen Nadel mit Goldknopf . Die Fundstücke werden unten besprochen werden . Das Schwarzenborner Feld wird noch in diesem Jahre aufgegraben werden . 
Urneufelder . 
Bereits früher untersucht war das Urnenfeld von Hümme an der Diemel , in dem Winkel , welchen dieser Fluss mit der Esse vor seiner Vereinigung mit derselben bildet . Entdeckt wurde es bei den Eisenbahnarbeiten . An den Verein berichteten darüber der Oberingenieur Splingard und der Eisenbahnunternehmer Siebrecht , 1847 ( Periodische Blätter 1847 , Nr . 0 ) . Ausser Urnen ergab es nur kleinere Spuren von Beigaben . 
In den Besitz des Vereins gelangten einige der sehr fragmentirten Urnen . Später ist es dem Berichterstatter gelungen , noch ein reich verziertes Gefäss ( Taf . III . , Nr . 25 ) von einem früher dort beschäftigten Herrn herrührend zu kaufen . Auch hier waren die Urnen nur anderthalb Fuss in der Erde . Eine völlig systematische Aufgrabung um den ganzen Umfang des Feldes ( das man auf 600 Schritt Breite und Länge schätzte ) hat , nicht stattgefunden . 
Ueber das Urnenfeld Hemmrich bei Marburg ist schon Seite 9 berichtet worden . Dasselbe war schon früher mehrfach von Mitgliedern des Marburger Geschichtsvereins untersucht und hat