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Breit das Schiff zwei Stunden lang von einem Unterfee- 
boot verfolgt wurde, „Dejdado“ erhöhte die Schnellig- 
feit, fuhr im Zidgadk und fenerte mit feinen Schnellfeuer- 
fanonen auf das taudende Unterfeehoot, weldhes ohne Er- 
folg zwei Zorpedos auf den Dampfer abgefhoffen hatte. 
Zwei engliidhe Kreuzer, die die Kanonade gehört Hatten, 
eilten herbei und verjagten das Unterjeeboot. Man 
glaubt, daß eS dasjelbe Unterfeeboot war, weldes die 
Dampfer „Suatertiala“ und „Saroni“ verjenkt hat. 
Paris, 12, Sept, (zenf. fft.) Savas meldet aus Al- 
gier: Der Dampfer „Wille de Moftaganem“ der Alge- 
meinen Zransatlantiiden Gejellihaft, der den Dienit von 
Seite nad Moftaganem verfieht, murde am 9. September 
700 Meilen nordöftlid vor Moitaganem von einem deut- 
iden Unterfeeboot beihoffen und verjenkt. Vermutlich 
war e8 Dasielbe Unterfeeboot, das zwei Stunden vorher 
die „Nude“ verfenkte, Zwei Boote der „Ville de Mofta- 
_ qanem“ wurden von einem enalifden Dampfer aufgenom- 
men und famen in Algier mit der Befabungsmannichaft 
ie bon der drei Mann dur Granatfplitter leicht verlebt 
Cin ruffiflder Dampfer auf eine Mine geraten. 
Köln, 12. Sept. (Zzenf. fft.). Die „Köln, Volfsztg.“ 
meldet aus Petershurg: Bei dem Transport von Hlücht- 
Kngen und wertvollen Majdhinenteilen aus Riga nach 
Ieval geriet der Dampfer „Zerbing“ auf eine (jedenfalls 
ruffijdhe) Mine und janf, Mehr als 200 Perfonen, angeb- 
lid) der befferen Stände, find ertrunfen. 
Deut land. 
f Stuttgart, 12. Sept. (wtb. Nichtamtlich.) Dem K- 
nig Mt, wie der „Staatsanzeiger“ meldet, folgendes Te- 
Tegramm des Kronprinzen Wilhelm zugegangen: 
. „SS it mir ‚eine große Freude, Dir miederum mel 
den. zu ‚Fönnen; daß drei Deiner Regimenter. im Verein 
mit Drei preußifden Kegimentern im Argonner Wald mit 
großem Schneid und tadellojer Wirkung mehrere feindliche 
Stellungen im Sturm genommen Saben. Hierbei wurden 
2050 Gefangene, 50 Majdinengewehre, 48 Minenwerfer, 
eine KRevolverfanone, 100 aroße Fügelminenm and viel 
Material erbeutet, Mit allerherzlichften Grüßen! 
Wilhelm, Oberfommandeur der 5. Armee.“ 
Berlin, 12. Sept. (wtb. Nichtamtlih.) General von 
Halfenhayn, welder am 11. September a la Iıite des 
4, Sarberegiment® geftellt wurde, vollendete an dieflem 
Tage fein 54, LebenSjahr. Sleiczeitig erhielten in Jei= 
nem Stabe den Orden Pour Ie merite der Chef des Veld- 
eifenbahniwefens Generalmajor SGroener, jowie der Chef 
der Operationsabteilung Generalmajor Tappen. 
Die miflungene AushHungerung Deutidlands. 
Ka Petersburg, 12. Sept. (Gent .fft.) „Wiedomofti“ 
ihlägt vor, die Setreideausfuhr nach Standinabien ganz 
freizugeben, Jelbit mit dem Bemwuktiein, dak dies Getreide 
10 Deutfchland gelange. Die Milliarden Air diefe 
Musfuhr brauche Rırfland jet notmwendia. 
Srankreich. 
A Bürich, 12. Sept. . (mtb. Nidtamtlich.) Die „Neue 
Büricher Big.“ meldet aus Senf, zur Zeit werde in Frank- 
ee AO er die N HUREN errichtet, das 
orausSfichtlich au lurgzeugführern und. Beobacht 
beftehen werde. . Tin 
‚ Paris, 11. Sept. (wtb. Nichtamtlidh.) Der „Lemps“ 
berichtet über den indem franzöfiicen amtlidjen Berickt 
vom 8. September gemeldeten Siegeranagriff der Deut- 
Ichen auf Nancy folgende Einzelheiten: Seh? deutiche 
hurgzeuge flogen 40 Minuten ana über Nancy und war- 
‘fen etwa 30. Bomben herab, die an veridhiedenen Stellen 
Sacdhidhader anridhteten und Opfer aus der Zivilbevöl- 
forung forderten. Zwei Verfonen murden getötet umd 
etwa 10 verlegt, von denen mehrere inZ Krankenhaus ge- 
bracht werben mußten. Die feindlichen Flieger bombar- 
dierten aud) die Vorftelungen von Nancy, befonders 
Saint Mar, wo mehrere Berfonen Ihmwer verwundet wur- 
den. Eines der deutfhen Flugzeuge weldhes von unferer 
Artillerie beidhoffen und von unfjeren Fliegern verfolgt 
iurde ideint getroffen worden zır fein, 
‚ Der „Banfkerott der Fejtungen“. 
Paris, 12, Sept. In einem „Bankerott der Feftun- 
gen“ überfdhriebenen Mufiag erflärt Serator Humbert, 
Daß der gegenwärtige Krieg ein Beifpiel für die Nırblofig- 
Feit Jogar die Gefährlichkeit Lefeitiater Mläbe ei. — Die 
Erfahrungen aus dem belgifch-Franzöfijchen Feldzuge des 
Vorjahres feien durch den fAmellen Fall der ruffijchen 
Heltungen beftätigt worden. Die Verzögerung, weldhe der 
Wideritand der Feftungen dem feindlichen Vormavich auf- 
zwang, Tei Durd allzı große Opfer an Mannfdhaften und 
KriegSmaterial bezahlt worden. Die [Hnelle Bezwingung 
der ejtungen jet Lediglich das EraebniZ der deuticdhen 
Thimveren Artillerie; denn die Kuffen hätten Monate zur 
Einnahme von PraemysSl gebraucht, melde die Feinde in 
wenigen Zagen zurüceroberten. Die Deutiche Heereslei- 
tuna Habe ficherlich die Wertlofigkeit der Feftungen' er- 
fannt, Die Tranzöfijide Heeresleitung Tolle jedes verfilg- 
bare Gefchlik aus den Feftungen an die Front Ihaffen. 
Sin neues Groffener in Paris, 
Genf, 12, Sept. (zenf. fft.), AuS Baris wird wie- 
der eine große HeuerShrunft gemeldet. In Saint-Quen 
gingen die dortigen VBenzinlagerräume geitern in Flam- 
nen au.F Faft ganz Paris war in bidhte Yülwvarze Rauch 
tvolfen Mehl, und e8 herrichte lebhafte Bewegung unter 
der VBevölferumg, Die Parijer Feuerwehren fuchten die 
Nachbargebäude zu {Hüben. Da biz Nachmittag um 3 
Uhr alle Bemühungen, den Brand zu Iöichen, vergeblich 
iraren, mußten Drei Löfhalige zur Verftärkung heran- ' 
| DET ımd den Fiührern der Dumamehrheit ftattfin- 
en, 
geholt. werben. 
  
  
fe 
Italien, 
Der unpopuläre Krieg mit der Türkei. 
Turin, 12. Sept. (zenf. fit.) Die „SGazetta del Wo- 
wolo“ meldet aus Rom: Ein Artikel der „Tribuna“, be- 
titelt „Die beiden Kriege“, der verfucht, die Krieqserklä- 
rung an die Wirkei zu befämpfen, wird heftig angegriffen. 
Die „Tribuna“ fucht vor allem zır zeigen, dak der Krieg 
mit der Türkei in der Nation feinen Anklang findet, daß 
Für ibn die ganze Veranfwortung der Regierung zufällt, 
und daß diefe die Arieqserflärung nur dann rechtfertigen 
Fönnte, wenn ihr bafür aqroße Vorteile, aroker Gewinn 
und bedeutende Kompenfationen zugefidhert worden find. 
Rom, 12, Sept. (wtb. Nichtamtlidh.) Meber Bafjel. 
Nach einer Meldung der Agenzia Stefani au8 Boloana 
ift Donna Laura Minahetti, die Mutter der Füritin. Bilü- 
low, heute nadmittag geitorben. Die Kürftin befand ich 
‚auf der Reife nach Stalien zu ihrer erkrankten Mutter. 
Mailand, 12. Sept. (wtb. Nidhtamtlih.) Der „Se- 
cool“ meldet aus Kom, daß Hrömender Regen in den lek- 
| ten Tagen der Landwirtidhaft großen Schaden zufügte, 
; Cote Lederfohlen ans Pappdefel! 
Mailand, 12. Sept, - (mtb, NiGtamtlidh.) Nach dem 
„Secolo“ zieht die Aufdecung der Lieferumagen von Mili- 
täridhubhen mit Bappfohlen immer weitere RAreife. Zahl- 
reihe Verhaftungen find bereit3 vorgenommen, 
England. 
Die deutfden Zeppeline über London, 
Haag, 12. Sept. Sin geftern aus London zurücge- 
fehrter HoNänder erflärt, daß die Anzahl der bei dem Ies- 
ter Zeppelinangriff auf London abgeworfenen Bomben 
iiber London 320 betrug. In Middelshorough wurden: 70 
Bomben abgeworfen, die zum größten Teil heftige Brände 
verurfacdhten, 4 , 
England auf dem Wege zur Wehrpflicht. 
Kopenhagen, 12, Sept. Aus London wird gqemelbet: 
Gin Kabinett3ausfhhuß. befhlok, der Regierung ein Re: 
Frurtierungs{yitem zu empfehlen, wonach das ganze Land 
in. Bezirke eingeteilt wird, von denen jeder Bezirk eine 
beitimmte Anzahl Kefkruten ftellen muß. Wenn die Zahl 
nicht durch Freimillige Meldungen erreicht wird, follen die 
Behörden ermächtigt werden, eine Zmwanasrekrutierung 
vorzunehmen. — Der parlamentarifidhe Mitarbeiter des 
Dailb Telearaph teilt mit, dak, wenn fidh die militäriidhe 
Lange derart verändern follte, dak Abweidhungen von dem 
Eisherigen Rum? notwendig werden, das Rabinett ich {o- 
Fort an das Volk wenden werde, um feine Mnficht zur 
Rekrutierung zu Hören. i } Lee 
Fine Schlacht zwifdhen Mohmands und Briten. 
London, 12. Sept. Das Indijdhe Amt aibt befatint: 
NXnfolge der Unruhen im Mohmandaebiete an der Nord- 
weltarenze von Indien kam e8 am 5. September zur 
Schlacht zwildhen zehntanfend Mohmands und den Unfe- 
rigen. Der Feind, der aroße Hartnäcigkeit an den Tag 
leate, mürde überall zurücgefhlagen. (?) Uniere Verkufte 
waren drei britiidhe Offiziere und vier Mann tot, dreiund- 
Hinfzig verwundet, zwei: vermikt. Aırf Seiten der Indier 
juarrden einunddreißig getötet und vier vermwunDet, 
Berlin, 11, Sept, Das “Hamb, Fremdenbl.“ meldet 
aus Rotterdam: Nach einer Meldung der „Times“ haben 
die legten deutidhen Luftihiffangriffe auf die englifche 
Oftfüfte zu einem Sturm auf die Verfigerungsgefeljdhaf- 
ten geführt. ‘ 
Rußland. 
Rußland — am Scheidewege, 
London, 12. Sept. Der „Daily Mail“ wird aus 
ReterSbung gemeldet: Nach dem Wechtel im Oberkfom- 
mando mehren fidh jeb£ die Stimmen, die den Zaren drän- 
gen, aud) im Minifterium Menderungen vorzunehmen. 
Der Betershurger Stadtrat hat mit S4 qegen 18 Stim- 
nem eine ähnkidhe, aber Jhärfer gehaltene CSntihließung 
angenommen wie der Moskauer. Er fordert darin die 
Entlaffung aller, die für die Fehler mit verantwortlich 
waren, und die hegenwärtige üble Lage herbeiführten. 
Er fordert die Ernennung von Miniftern, die das Ver- 
{rauen des Landes bhefiken. In der Entichliekung heißt 
e8 dann weiter: Rußland teht am Scheide- 
wege. € muß. die alten SGleije verlaffen und einen 
neuen Weg einfjhlagen, der zu neuem Leben und zu neuem 
Siege führt. 
Petersburg, 12, Sept, (wtb. Nidhkamtlich.) Der 
„Kietfch“ meldet: In Kegierunaskreifen. verlautet, daß 
ih die Regierung gegenüber dem Wiünichen der MosSkanrer 
umd fonftiger Stadtvermaltungen auf die Bildung eines 
fogenannten Vertrauensminifteriums durchaus ablehnend 
verhält, umd daß fie den Moskauer Oraganifationen, die 
derartige Wünfche geäußert haben, ihr Mikfallen außge- 
drückt hat. Der „Kietih“ droht der Bartei der Rechten 
und der Preffe die ihiverften Folgen an, Falls ie die Be- 
fämpfung der Mberalen Maßregeln, die zur Verteidigung 
de8 Landes notmendiag jeien, nicht aufgäben. — In einem 
Mrtifel, überfdhrieben „Cin VerzweiflungsSidhrei aus dem 
Lande“ fchildert der „Rietfh“ die ungeheneren Hemmun- 
gen amd Bedritckung, die die Bevölkerung in den Pro- 
bvinz in diefer Zeit von der Regierung auszuhalten haben, 
in8befondere. die willfürlide Unterdrücung von Zeitunm- 
gen: Den Semftiwvos jei direkt verboten worden, die Frie- 
aerifhen Sreianiffe öffentlich bekannt zu eben. ; 
Kopenhagen, 12, Sept. (mwtb. Nichtamtlich.) Nach 
einer Petersburger Meldung der „Berlinaskfe Tidende“ 
verjammelte fidy der Minifterrat, um zu dem Fortijchritt= 
lien Arbeitsprogramm der Duma Stellung zu nehnrem, 
Sn allernächiter Zeit folen Verhandlungen zwifchen dem 
83 wird beftimmt behauptet, daß bereit ein Cie 
  
   
niqung über einige Fragen erzielt ei, Saß jedoch die Vora 
derungen wegen einer durdhgreifenden Reorganifation der 
Negierung aufrecht erhalten werden, Tie Führung die- 
jer Ridtung habem die Bürgermeifter von Moskau um 
BeterSburg. ; ; 
Gerüchte über die angeblide Ermordung des Groffürfen 
Nikolai Nikolajewitid, 
Stofholm, 12. Sept. Einem Zelegaramm der Stod. 
holms „Tidringen“ aus Haparanda zufolge ft in Zornea 
das Gerücht verbreitet, daß der neue Vizeköniq des Kaukası 
{i3, der frühere Oberbefehl8haber SGrokfürit Nikolai Ni- 
folajemitich ermordet worden jei. Das Ausbleiben der 
Vahnzüge mit den Öfterreidhifd-ungariichen und deutfdhen 
Invaliden wird mit Unruhen, die in Rußland auSgebro= 
hen feiem, in Verbindung gebracht. c A 
Die legten Urfadhen von Nikolais Abidhied, 3 
(zenf. ln.) Ueber die Tekten Urlachen der Abfebhung 
des -Großfürften Nikolai werden jebt nähere Einzelheiten 
bekannt. Der Großfürft verfuchte hHartnädigen Wider 
Ttard, als die Hberale Umformunag begann. Mut ihn per- 
Jönligh find vor allem die Beftrebungen. auf Bildung. des 
„Schwarzen Blocks“ zurüczuführen, der die reaktionären . 
Kräfte Jammelte, E83 ift fein Geheimnis, daß‘ der Groß- 
fürft neuerdingS einer Schritt. gegen. die Dıurma plante. 
NochH wenige Tage vor jeiner Abhjekung veröffentlichte fein 
Blatt „Retrogradski„Wiedomoiti“ einen Aufruf ‚gegen 
die „gelhwäbige“ Dıma, der ungeheneres Aufiehen ver- 
urladte. Cine Berjdhwörung gegen Daz Leben des Groß- 
fürften mwmird bezeidhnenberweije erft jet nach feiner Wb- 
Jekıung aufgedeckt. Die Polizei nahm 50  Verhaftungen 
DOT. 
Kuffifihe Spionage gegen die eigenen Sundesgenofjen. 
(zenf. bln.) Wie der „Di. FT.“ gemeldet wird, beridh- 
tet Die Wiener „Neue Freie Preffe“, daß nacdy einer Athe- 
ner Drahtnadhridt die verhafteten Telegraphiften dem 
Murftrag hatten, ‚jene Depeidhenm für BeterSburag aufzufan- 
gen, die über die Dardanellenaktion von enaliicher. Seite 
terichteten. So wurden inshejondere die Berichte des 
engliden WMmirals Kerr, der fidh auf MudroS befand, 
aufgefangen und nad) Petersburg gefandt. Man hat es 
alio in diejem Falle mit einer rufijHen-Spionage gegen 
England zu tun. 
Die Sorge um Kiew. 
(zenf. bin.) — Der Korreipondent der „Bol. Atg.“ 
meldet aus Peter&burg indirekt: Eine mir direkt zuge- 
fommene Meldung befagt, dak- in den. jünalten Tagen in 
Kiew Zeichen einer beginnenden Panik wieder bemerkbar 
werden. Der Kiewer Bürgermeifter,  Diakomw, und der 
DYDumaabgeordnete der. Stadt, Demtidhenko, die Hid zum 
OberbefehlShaber der Süboitfront, General Xıyanom, bes 
aeben hätten, haben mweniq befriedigende. Nachrichten mit- 
gebracht. Der Oberbefehl8haber foll-ihHnen erflärt haben, 
2& Hei. nicht ausgefdhloffen, dak das Oberfommando „in 
Anbetracht der Lage auf den übrigen Fronten und geleitet 
von allgemeinen {trategijden SGefichtspunkten vielleicht 
das murffifche Sübdwertgebiet und am Ende auch Kietv Telbit 
inerbe zeitiveife aufgeben müffen, wenn auch nicht vergeffen 
jei, daß Komwno 311 und Sarny 291 Werft von Kielv 
entfernt liege“, Das Kiewer halbamtlidhe Blatt ‚Kijetol= 
janin“ veröffentlicht einen von der Militärzeniur geneh= 
migten Leitartifel, der ebenfall8. die Aufaabe von Kiete 
al8 nicht unmöglich darftellt, 
Neue Munition für Rußland, 
(zenf, blm) Die „Tal. Rdidh.“ berichtet aus Kopen- 
hagen: Londoner Blätter teilen mit, daß hunderttautend 
Tonnen Munition. über Sibirien nach RußlandS 1unter- 
iwea8 feien. Die Wirkmg diejer Zufuhren fei bereitS in 
greßer Wideritandsfähigkfeit der Tulfiicdhen Nadhuten zu 
ipüren. 
; Die Widerftandspläne zer Rufjen. 
(zent. bin.) Aus Stocholm berichtet die „D. T.“z 
Wie zu erwarten, hlant die neue rufliiche Armeeieitumz 
energiichen Wiberftand. In militäriihen Areifen verlau- 
tet, daß die Hauptfräfte in der Gegend vom Wilna und 
in Südoftgalkizien verfammelt werden. Auf einem Sijen- 
bahnknotenpunkt zwiülchen Wilna unmd Minsk befinde fie 
angeblich das rauffifche Sauptquartier. Hier Mt der Haupt 
Itoß geplant, der die, gefährdete. Yinaftellung entlajten 
joll, während der galizifcdhe Offenfivverfuc Eindruck auf 
Kumänien madjen joll. Daß jedoch die rutjjijche Heeres- 
Teitung- Jelbit feinen Erfolg erwartet, beiweilt bie Räu- 
mung Kiews und Dünahuras, Das wolhyniich-podolifche 
Gebiet i{t bereits von. den Behörden verlafien. 
Die Kaufkfafus-Armee des Großfürften. 
Konftantinopel, 12, Sept, (zeni. ft.) Zu der Neber- 
nahme des Oberbefehl8 der Kaukafuz-Armee durch Niko= 
Lat Nikolajemwitidh. wird hier bemerkt, dak dieje Armee aus 
etiva 12000 Mann befteht. Sie ft aus den heterogenften 
Slementen zufammengewürfelt und weift ftarke Cinidläge 
faufafijcdher Armenier und Perjer auf; Zidherfeffen, Geor- 
gier und relativ viel Juden find in ihr vertreten, während 
das vein ruffifche Slement fich in der Minderheit befindet. 
Ende September, Mpäteltens Mitte Oktober {it jeder qrö- 
beren. Operation in diejen. Gegenden mit ihren. mangel- 
haften Wegen durch die dann einfebendem Schneefälle ein 
natürlicher Damm gefebt. 
Amerika. 
Die Union „bittet“ um Abberufung Dumbas, 
Wafhington, 12. Sept. (Meldung des RKeuterjchen 
Bureaus) Die amerikaniihe Note an Defterreidh-Ungarn 
wegen der Beotichaft Dırmba Tautet: „Botichafter Dımba 
hat zugegeben, daß er feiner Regierung Borihlänge gemacht 
habe, um in amerifanifidhen Sabhrifen, in denen Munition 
hergeftellt wird, Ausitände zu verurjacdhen, Dies entnahm 
die Rogierung der Vereinigten Staaten aus der AWbichrift 
cine8 Briefes des Botidhafters an feine Regierung. Der 
Veberbringer mar ein amerifanifcher‘ Bitraer, der unter 
Sem Schube eine8 amerikaniichen Baffes reifte. Der Bot»