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läffig, 
nen. 
  
UMGEKEHRT HALT 
  
  
"noch einmal den Adend beim Liebhen zu ? 
- alle 
   
    
Brass 
Amtliches, 
Unter dem Rindviehbeltand des Ayuguftin Synei.- 
der, Johann HÜügel und Sojeph Diegelmann in 
Edelzell, jomwie des Franz Chr. Fladung in Dirlos 
(Die Turm) ft die Maul- und Klauenfeuche auZgebro- 
den, Aus dem Ortsteil „Die TFurm“, Gemeinde Dir- 
108, wird hiermit ein Sperrbezirt gebildet, 
; Muf die Gehöfte finden die Vorfcdhwiften meiner 
  
  
628 
  
  
  
  
  
16./10.1915, | 
  
viehleucdhenpolizeiliden Anordnung vom 23, v. Mis., 
Kreisblatt Nr. 227 bezw. vom 25. v. Mis3., Kreisblatt 
Nr. 229, entfprechende Anwendung. 
Kulda, den 9. Oktober 1915. 
Der Landrat. 
S- SB. ; 
Kreiherr von Dobene dk, Regierungsaffeffor. 
Ufıter Sen Rindviehbeftänden des 
1. Franz Sofeph Röhrig, Shuard KXreß, Franz 
Diegmüller, Gotthard Schäfer, Iofeph 
Muth, Auguft Diegmüller in Rüder8, 
‘2, Molf Krieger, Martin Hemer, Barnabas 
; Heil in Steinan und 
° 3... Auguitin Heil in Melzdorf ; ; 
#t der Ausbrud der Maul- und Kauenfeuche amtlich 
Feitgeftellt worden, Aus dem Gemeindebezirk Rücers 
wird hiermit ein Sperrbezirf gebildet. e 
Nurf die Gehöfte finden di eBeitimmungen meiner 
biehladuchenpolizeiliden. Anordnung Anwendung und 
zwar ; 
zu. 1 vom 24, September 1915 
Kreisblatt Nr. 228, . 
zu 2 vom 18, September 1915 
Kreisblatt Nr, 226, 
zu 3 vom 27, September 1915 
Kreisblatt Nr. 232. 
DHulda, den 9. Oftober 1915. 
\ Der Landrat, 
ss. V,: 
Hreiherr von Dobeneck, RKRegierungsatfeffor. 
VBiehjeudenpolizeilide Anordnung. 
Zum Schube gegen die Maul und Kauenfjeucdhe wird 
auf SOrund der $$S 18 uff. de3 Viehfeudhengefekes vom 
26. Yımi 1909 (Reichsgefegblatt S. 519) mis Crmäd- 
fiqung des Herrn Minijters für Landwirtihaft, Domänen 
und Sorften folgendes beftimmt: 
. £ 1. Sperrgebiet. 
; 841. 
Nachdem der Ausbruch der Maul-“ md Klauenfenuche 
unter demiRindvieh des Adalbert Wingenfeld in Engel- 
Helms, Adam Hohmann II, Adam FJojeph Hohmann I 
und Hermann Bockmühl in Bronnzell amt3tierärztlich 
feftgeftellt morden ift, wird au8 den Gemeinden Engel- 
Helms und Bronnzell ein Sperrbezirk gebildet. 
2. 
Sn den Seudenetien Engelhelms und Bronnzell 
at verdoren: 
Der Handel mit Aauenvieh, erforderkidhenfall8 au 
derjenige mit Geflügel, der ohne vorgängige Beftellung 
entweder außerhalb des Gemeindebhezirt3s der gewerblichen 
Riederlaffung des Händlers odes ohne Begründung einer 
Teilchen ftattfinbdet. AI3 Handel im Sinne diefer Vor- 
Son Vierten burg Sändler. en A 
A. Borfhriften für Dos Senfengehöft, 
83. 
Neber alle Ställe, in denen MauendvieH. tel, wich 
die S verhängt, : 
$ 4. 
Die gefperrten Ställe dürfen, aBgefehen don Notfäs 
kn, nur vom Befiber der Tiere oder ber Ställe deffen 
Berkreter, den miz der YBeauffihtiqung, Wartung und 
Pflege betrauten Berfonen und Tierärzte betreten werden. 
„ Berjonen, die in abgefperrten Ställen verkehrt ha 
ben, Dürfen erft nad) vorfdhriftasmäkiger Desinfektion das 
Sehöft verlaffen. 
85, 
Zur Wartung. des Mauenviehes Hürfen Verfonen 
nicht verwendet werden, die mit fremdem KMlauenvieh in 
Berührung fommen, 
B. Borfdhriften für nicht verfeuchte GeBöfite den 
Sperrbezirts, 
8 6. 
Sämtlides Mawendieh unterliegt des Abfonderung 
im Stalle. 
Ale Hunde im Dorf find feltzulegen. Der Felt. 
ur ijt bas. Führen an der Leine und bei Biehhunden 
feite Anidhirrung gleich zu erachten. 
Die Verwendung von Hirtenhunden zur Begleitung 
der Herde und von Sagdhunden hei der Yagd ohne Seine 
fann geftattet werden. 
87: 
Schlädtern, VBiehkajftrierern, f{owie Händlern und 
anderen Perfonen, die gewerbsmäßig in Ställen verfehs 
ren, ferner Berfonen, die ein Gewerbe im Umbherziehen 
ausüben, ift das Betreten aller Ställe und fonftigen Stands 
arte von Klauenvieh im Sperrbezirke, desaleidhen der Ein. 
tritf in die Sendjengehöfte verboten, 
In bejonder3 dringliden Fällen Kann die Ort8polizei- 
behörde Ausnahmen a 
8; 
. Dünger und Yaudhe von Kauenvieh, ferner Gerätfaften 
und SegenftänkSaller Art, die mit Joldem Vieh in Berübh» 
rung gefommen find, dürfen aus dem Sperrbezirfe nur 
mıit ortspolizeilider Erlaubnis unter den volizeilidh anzı- 
grdnenden ee au8geführt werden. 
Die Einfuhr von Klauenvieh in den Sperrbezirk, fo- 
wie das Durchtreiben von joldem Vieh dırd den Bezirk 
i{t verboten, Dem Durchtreiben von Klauenvieh it das 
Durdhfahren mit Wiederfäuergelpannen gleidhzuftellen. 
Die Einfuhr von Mauendvieh zur Jofortigen Abidhlach- 
tung fann vom Landrat geitattet werden. 
Die Einfuhr von Mauenvieh zu Nırb- und Zuchtziwes 
den it nur im Valle eines hefonderen wirtihaftlihen 
Bedürfniffes mit Genehmigung des Regierungspräfiden- 
ten, die beim Landratsamt zu beantragen ift, zuläflig. 
8 10. 
Die Ausfuhr von {Hladhtreifem Vieh zur fofortigen 
Mbichlachtung fann qusnahmöweije und nur in dringen 
den Jällen mit Genehmigung des. Regierungspräfidenten 
erfolgen, die, wie in $ 17 Mblag 3, zu beantragen ift. 
II. Allgemeines, 
8 11. 
BZumwiderbandhungen gegen die vorftehenden Beitim- 
mungen werben nad den SS 74 ff, de8 oben genannten 
Gejebe3 bheftraft. 
8-12, 
Dieje Anordnung tritt fofort in Krafl. Sie wird 
aufgehoben, Jobald die Seuche abgeheilt und die vorfchrift2- 
mäßige Desinfektion ftattgefunden hat umd abgenommen 
if. 
sr Hulda, den 14. Oftober 1915. 
Der Landrat: 
„=. 89 habe Sie Beobadkung gemacht, Sak Sie Viehbea 
Tier der Gemeinden, in denen die Maul- und KAouen- 
Tehrche herricht, die zur Bekämpfung der Seuche angeord- 
neten Schugmaßnahmen überhaupt nik beachten oder 
ihnen zum mindejten große Gleidhgultigkeit entgegen 
bringen. Auch wird von Seiten der Ortspolizeibehärden 
die Durchführung der Maßnahmen micht miß der nötigen 
Strenge gehandhabt, Ih mache deshalb Darauf aufmerf- 
Jam, daß der Herr Regierungspräfident. beabfichtiat, die 
augeftandenen Crleidterungen (Benubung des Viehes zum 
Anfpannen für dringende landwirtjdhaftlihe uhren in 
nerhalb der Gemarkung) zurüdzuziehen, wenn Die fort- 
gefeßten Yebertretungen nicht aufhören. 
So erfuche die Herren Bürgermeifter, diefes jofort zur 
ortSiübliden Kentnirr zur bringen 1. den Viehbejibern auf- 
zugeben, den lediglidH in ihrem Intereffe angeordneten 
Schubmaßregeln mehr Verftändnis entgegenzubringen. 
Tie Herren Bürgermeifter felbit müffen fi mit ihrer 
ganzen Kraft der SeußGenbefämpfung widmen und ih 
täglich davon überzeugen, daß die erlaffenen Anordnun- 
gen befolgt werden. Nebertrefungen find unnadfichtlicdh 
zu beftrafen. 
Ih verweile audy nod auf die unten abagedructe 
allgemeine Belehrung über die Maul- und KAauenrfeuche 
und deren Bekämpfung und made befonders Darauf aufs 
merfjam, daß es zur Verhütung der Weiterverbreitung 
der Seuche von qrößter Wichtigkeit it, daß diefe Bald er- 
fannt, und der Königliche Kreistierarzt bei vorliegendem 
Verdacht Jofort benachrichtigt wird. . 
Damit die zu II angegebenen Merkmale in wweiteftent 
Umfange zur Kenntnis der Byeölkerung gebracht werden, 
erfucde ich fjämtlide Serren Bürgermeijter, wödhentlich 
wwertigi tens einmal auf die allgemeine Belehrung und die 
jet befonders dringende Bekämpfung der Seuche auf= 
merFiam 3u madjen und dabei jedesmal die Merkmale 
NUR und die Anzeigepflidt (VI) befonders borlefen zu 
Taffen. 
ulda, den 24, September 1915. 
- Der. Landrat. z 
reiberr von Dobhened, Kegierungsaffeffor. 
  
n Allgemeine Belehrung 
über die Maul: und Klauenfeudhe und deren Bekämpfung. 
L Die Maul- und Hauenfeuche ift eine anftecende 
Krankheit der Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine. 
IT. Merkmale: Verminderte oder aufgehobene Freß= 
Iuft, Abnahme der Mildabionderung, Speicdheln au8s dem 
Maule, Steifheit oder Lahmbeit auf mehreren HYüßen, 
Blafen im Manl, am Enter, im Mauenfpalt. Die Blafen 
plaben jeht frühzeitig, Tobak man meilt nırr die abagefto- 
genen; weißgefärbten Schleimbaut- bezw. Hautfeken: 1ınd 
Darunter die -munden roten Stellen jHKebht. 
„HIT Anftechung Diefe erfolgt außerordentlich Leicht und 
jdnell von Tier zu Tier und durch alle Gegenitände, die * 
mit dem abfließenden Inhalt der Blafert in Berührung 
fommen, wie Futter, Streu, Dünaer. Stallgeräte, Mild- 
bu Kleider des Verfonals, Schuhwerk, Hunde, Se: 
ügel, 
IV, Schädigungen: Mandmal plögliche Todesfälle, 
{tet8 Mbmagerung 1nd Milchverkuit, nicht felten. Berkal- 
ben und Notfchlachtung ftark abgemagerter Tiere wegen 
Kanenleiden. : 
V. Viilege: Weiches, Futter, Tränke, trodene Streit, 
gute Qüülftung des Stalle8s, Keinlichteit umd Hftere. Des- 
infeftion der Stallgaffen und Rinnen. Bei Ihweren 
Klauenteiden als Nacdkranfkheit {it tierärzltidhe Hilfe zu 
empfehlen. | 
VE Anzeigepflicht: Bei Vermeidung hoher Geld. 
trafen ift jeder Befiker zur Anzeige verdächtiger Erichei- 
mungen verpflichtet. 
VIT. Sie Freistierärztliden Unterfuchungen zur Fefit- 
  
  
$ehrift -gilt aud das AMuffuchen von Beitellungen durch 
Händler ohne Mitführen von Tieren umd da3 Aırfkaufen 
WENN EEE EL nn 
Frauenfiebe. 
Koman von Clara AYulepp-Stübs, {7 
Da trat e8 ihr Heiß in die Augen, fie mandte id ab und 
®aing Haftig, als fliehe fie vor etwas, mas fie nicht fehen 
fonnte, was ihr unjagbar webhe tat, von dannen. — — — 
Der Kieler Hafen lag im Sommerabendfonunenglanz. Schime 
mernd und gleißend, fih an KRaude hald im nedifhen Wels 
Jen/piel an der Kaimauer des Arnheimicdhen Gartens empor» 
hebend, bald in lang Heranmalleuder, breiter Woge gegen 
diejelbe fHlagend, weni ein Torpedo rafch vorliberglitt oder 
ein Perfonendampfer au den umpeit befindlichen Sandungs= 
brüden anlegte, lag die Waffjerflädhe vor Giovannis Augen. 
— Sin [tolzes Heimatsgefiühl JHhmellte feine Bruft. 
Sr bog fid weit über die Yrüftung der kunftvollen Ein» 
friedigung und fah entzlict auf das vertraute Bild. Zwifchen 
den fi hell von der dunklen Flut abhebenden Panzerkfolofjen 
ber Kriegsfchiffe [Hoffen [hnelle Segler, glitten (Omale Böte, 
von gleichnäßigen Ruderfhlägen der Matrofjen getrieben, 
dahin. Das Tuten der VBerfehrsdanpfer, das greuliche, kurz 
hHervorgeftoßene Geheul des Torpedos vermifchte fich mit der 
Konzertmufif des Düfterbrooker Hotelgartens. Und jegt Ibfte 
  
fi drüben von einem der Panzer ein Boot ab — Marinefol» |. 
daten! 
„Muß it denn, muß 1 demn zum Städtle hinaus, 
Städtle hinaus, und Du, mein Schaß bleibft hier.“ 
Kräftige, frifhe Seemannsftinmen und dog ein verhats 
tener WehmutSklang darin. Zogen die vielleicht Hinaus ins 
fhmarze Land, morgen, übermorgen [hon, und brachten nun 
SGiovannis ftrahlender Bli verdunkelte fih, Wie oft hatte 
er mit fie felbft im Kampf gelegen, ob eS nicht beffer wäre, 
er zöge auch hinaus, Vielleicht Löfte ein ehrlicher Soldatentod 
ifjonanzen. 
Sin Better von ihn, der als junger Seeoffizier Feuer und 
Flamme für die Sade war, ging damals gerade Hinliber, wie 4 
‚gern hätte er fig angefch [offen ! j 
Aber, als ob fein Vater ihHın die Gedanken von der Stirne 
gelefen, {Hidte er ihn fort, Kırz vor Heinrichs AYusreife, Er 
| da Leßterer verwundet wurde und man. feiner Heimtehr jeßt 
Y entgegenfah. Auf diefe freute fig SGiovanızi. Der prächtige 
| JO wußte ja von gar nichts!“ 
: I. DV.: 
Hreiherr v. Dobenenk, Regierungsaffeffor. ! 
Heinz. Wie oft Hatte er gefchlidhtet und fjelbjt ein offenes 
er der Migbilligung dem Harten Onkel gegenüber nicht 
ge/deut. 
Siovanım feufzte, lehnte die Arme auf die Briüftueg und 
fah nach dem Strande dort hHinüber. Da lag die Aenheimfhe 
„Werft: Er. kam. mit dem ehrligen Willen zurück, fih den 
TWünfdhen feines Vaters zu fügen, menn diefer Kun nur einige 
|: Freiheit gewährte, denn wie ein Sklave ließ er ih nicht Inechten. 
Gott im Himmel! Er, der Erbe von Millionen, war ja 
{hlechter dran als fein eigener Diener ! Diejer konnte gehen 
k.3u jeder Zeit; er mußte bkeiben, ftil fein, durfte keinen 
Widerfpruc) wagen. Jede Stunde feines Tages war pros 
grammäßig befegt und feiner SieblingsbefOäftigung, feiner 
SeidenfHaft für Mufkik, mar in keiner Weile Rechnung ge- 
tragen! — Cben weil fein Vater diejfe Kunft al8 feinen 
fOlimmften Widerfadher fürdtete, verbot er dem Sohne fhon 
feit Jahren jede Ausübung. 
Immer mehr ummwölkte id SGiovannis Stirn. Bor feinen 
geiftigen Augen zogen die Szenen vorüber, die er durg) die 
MNMicdHtacdHtunag des väterlichen Gebotes hHeraufbe[dHworen. Wie 
einen Spigbuben hatte ihn der Vater gezüchtigt. 
Eine Yutwelle flug ihn jäh ins Geficht, die AWder auf 
Meiner Seien {qwoll beängftigend Hoch, er {tieß einen pfeifen= 
“den Atemzug durch die Gippen, in feine Uugen kam’ etwas 
“Starres, Feindlidhes — 
‚„.. „®uten Tag, Freund!“ Er fühlte einen leichten Schlag auf 
‚feiner Schulter und fOrak zujammen, In feiner grübleri den 
Berfounenheit Hatte er den Schritt des Nahenden überhört, 
der nun neben idın ftand und ihm lädelnd ins Antlig {Haute 
„Heinz!“ Giovanni umarmte den Vetter faft jtürmifdh. 
„Du {Hon hier? Sag doch, mann bift Du denn gelommen ? 
„Jo tam geftern an, erfuhr Deine Heimkehr aber erft 
burg Klaus, den Diener, als id) kam, um Deinen Bater au 
begrüßen, Sr märe noch nicht von drüben zurüg, aber Du 
feteft im Garten, fagte er, Nun, wer mar da gliütdliher als 
ich. Yefjex Konnte id) e8 doch nicht treffen, mein alter unge z* 
  
hatte ‚mit dem Better zwei, ‚drei Briefe gewedhfelt, mehr nicht, KO Sehr 
  
„Nein, Se Das konnteft Du au nicht, ih bin wirk- 
üclich, daß ih „Dig wieder Habe, Dog laß 
Sn 
‚Holm ftredte dem Better die Hand 
kn 
Ttellung der Seuche und der Abheilung, fowie zur Monah- 
me der Desinfektion erfolgen Koltenlos. 
NORM KEN SNNNEUNETENENRNN ENEE 
Did anfehen, — Du bift frank!" Giovanni hatte des Bet» 
ters Hände erfaßt, jah idın nun erfHroden ins magere Ange» 
Jicht, das mit feinen [Harf markierten Zügen, den hervorftehens 
den Badenknochen und tief in den Höhlen liegenden Augen 
allerdings nicht den Sindrugk des Gefunden madte. 
Doch Heinz Holm [Hüttelte Lädhelnd den Kopf. „Krank, nein! 
Nur ein biffel marode, das Wundfieber wollte nit meiden. 
€s hat durchaus nidhtS zu Jagen, num man wieder zu Haus 
ift und fig pflegen fann. Aber Du ? Wie ift’8 denn mit Dir, 
noch alles beim alten ?* 
Der junge Offizier fah feinen Better bedeutungsvoll an, 
„Heinz, das weiß ic felbjt noch nicht, jedenfalls aber will 
ich Dir gleich mitteilen,“ er neigte fi ihın entgegen, „daß 
ich mid verlobt habe.“ 
„Sio, Junge, das ift ja herrlich! Da Iaß Dir nur gleich 
von ganzem Herzen Glüg miünfchen 1“ 
Die innige Herzensfreude des Vetter8 tat Giovanni unbe» 
{hreiblichH wohl. Sr legte den Arm um denjelben. „Komm, 
jeßen wir uns, das lange Stehen ift nichts für Dig,“ bat 
er ern{t und als fie dann in den bequemen Korbfeffeln eines 
fleinen Pavillons Blag genommen, fagte er weich: „Th danke 
Dir Heinz, Deine Glüdwmünfhe werde id brauchen können,“ 
und ernft, faft düfter, fuhr er fort: „Mein Vater ahnt noch 
nichts, es mird vielleicht Harte Kämpfe koften.“ 
„Mein Gott, marum? Die Ermählkte Deines Herzens wird 
‚ doch in jeder Beziehung würdig fein, Deine Gattin zu werden ?“ 
„SS gibt keine Würdigere, als meine Lotti!“ Giovannis 
fHönes Geftdt überflog der Hlammenjdein edelfter Liebes. 
begeifterung. 
„Den E Dean De Del Du dann Kämpfe!“ 
„Sottt Ur unvermögend — Korrejpondentin im Haufe des 
Onkels ; dort lernte id fie fennen,“ er Saul 
„Aljo im Beruf tätig?“ Der. Offizier Hob ein menig die 
UAhjeln, z0g die Brauen hoch. „Freilich, fehr angenehm wird 
das Deinem Vater nicht fein, Gio. Man hängt ja wohl Heute 
gutage nicht an dem alten Zopf, Läßt Hrauenrecht und Frauen. 
ermerb gelten, aber — die Schwiegertodter des Kommers 
zienrats Arnheim darf do nur auß befter Familie ftame 
men. VerzeihH meine Offenheit, Gio, ° meine e8 gut!“ Heinz 
in, die diefer warn 
rücte, 219,20 
A