"ift, über Schweden und Kußland zu entfliehen, 
‚pelde des Großfürften Nikolai an Yoffre nad, daß Die 
ziffernmäßige Neberlegenheit des ruffijdhen Heeres bereits 
verfdhwunden fei, Die Deutihen befänden fi in der 
beiten Lage, die Qücden auszufüllen. Wenn e8 audH den 
Kıurffen gelingt, Defterreih zu fhlagen, werden fie danr 
‘Doch erfchöpft fei und das deutidhe Heer ftärkfer finden 
al8 je. 
Bufkarefjt, 17. San. Der Petersburger Mitarbeiter 
des „NMdverul“ meldet, daß die Deutidhen einen hefonders 
jtarfen Druck auf die ruffiidhen Stellungen wefjtlidh von 
Warfchau hei Bolimomw ausliben. Da aber die Ruffen im- 
mer neue Verftärkungen an die Front werfen, find die 
Vofitionen abwecdtelnd im deutidhen und ruflijchen Belig. 
€ wird von ruflijdhen Militärkreijen nicht gelewagnet, 
daß fih die Rırffen hier nicht lange werden hHalkten för 
nen, da neue Munition nur unter äußert großen Schwi:- 
rigfeiten herangefdhafft werden fann. Ein ruffijdher Se- 
neral fol dem Berichterftatter angeblich gejagt haben, 
daß die Deutfdhen, wenn fie. diefe Stellung befiben, voc- 
quem bis didht vor Warichau vordringen können. 
Meffenverhaftungen in Petersburg. 
Kopenhagen, 17. Yan. Die „Helfingborgs Roften“ 
meldet, in diefen Tagen find in Kopenhagen fünf foziali: 
{tijde Dumamitglicder eingetroffen, denen e3 A 
Sie De: 
richten, daß jeit Kriegsausbruch allein in Veter8hurg über 
zweitaufend Verhaftungen vorgenommen wurden und Daß 
tatjächlidh ein Sarderegiment zum. Schube des Kaifer- 
Haufes und der Regierung a8 Polen nad) Vetersburg 
zurüchberufen murde. Die großen ruffifdhen Niederlagen 
in Oftpreußen 1unmd Bolen murden in Petersburg durdz 
Solbdatenbriefe bekannt. 
Kuffijhe SGreuek im Kaukafus. 
Wien, 17. Yan. Die „Südflawifhe Korrefpondenz“ 
meldet aus Konftantinopel: Die-an amtlicher Stelle ein: 
laufenden Berichte von dem Kommandanten der türkifchen 
Kaufajus-Armee melden über ıunerhörte SGreueltaten, 
welche die rufen Soldaten und insbefondere die KRoja- 
fen an der wehrlofen mohammedanifchen. Bevölkerung 
im Raufkfafus verüben. Hunderte von Frauen, Kindern 
und Greifen feien Opfer von Boagromen geworden, welde 
die abziehenden rurffifchen Truppen in den mohammedani- 
jhen Siedlungen veranftalteten. ' „Sabah“ erflärt, daß 
die rulfiidhen Scdhandtaten jo unerhört feien, daß eS un- 
möglich wäre, Einzelheiten der dokumentarifhH vorliegen- 
den Daritelungen wiederzugeben. Das Blatt fragt an, ob 
man in Rırkland nicht befürchten müffe, daß die Zürkfen- 
an diefen Bluttaten Vergeltung üben fönnten. Die voll: 
Ttändige Niederwerfung der ruffifjhen SGemwaltherrichatt 
müifje das Ziel des großen Kulturkampfes fein, der jebt 
gegen Die rulfiidhen Sohlächter führt. 
Befferungsbedürftige ruffifdhe „Heldiunen“. 
MNeuftettin, 17. Jan. Aus dem Gefangenenlager 
auf dem Truppenübungsplag Hammeritein wurden in 
die hiefige Vefferungsanftalt 16 rurffifiche Weiber, welche 
Ti in der Uniform von. Soldaten unter den Krieg&gefan- 
genen aufgehalten hatten, eingeliefert. 
Die Türkei im Weltkrieg. 
mtb. Konftantinopel, 17. Yan. (Nidhtamtligh.) Das 
Hauptquartier teilt Sinzelheiten über die Verfjenkung des 
iranzölijhen Unterjecboots „Saphier“, das geftern am 
Eingang der Dardanellen zum Sinken gebracht wurde, 
mit. Das Unterfeehoot wollte fidH dem Eingang der Dar- 
danellen nähern, um fich zu zeigen. Hierbei ftieß e8& auf 
eine Mine und fank, Die Bemübungen unierer Motor: 
bootbefjatßungen, die Neberlebenden zu retten, bilden eine 
edle Antwort gegenüber den Akten der Unmenfhlihkeit, 
die von unferen Feinden begangen worden find. Das 
Hauptquartier berichtet weiter: Untere im Kaukafıu8 ope- 
Tierenden XZruppen jeben feit einigen Tagen an der 
Srenze einen erbitterten Kampf gegen die Rıuffen For, 
die beträchtlidhe Verftärkungen erhalten haben. . 
Deutfhlans, 
Sin Kaufmann Reichsihabfekretär. 
Mit der bevorftehenden Ernennung des Direktors 
der Deutichen Dank, Wirkliden Legationsrat8 Profeffors 
Dr. Karl Helffrich, zum Keidhsichabijekretär wird zum 
zweiten Male ein hohes REidhsamt mit einem Kaufmann 
befekt. um erften. Male gefdhah. e8 im Xahre 1906, 
al der damalige Neichstanzler Fürit Bülow für den aus 
dent mt gefohiedenen Crbhrinzen zu Hohenlohe-Langen- 
burg die Ernennung des Direktionsmitgliedes der Darn- 
fädter Bank Bernhard Dernbura zum Direktor der Rolo- 
nialahteilung des Muswärtigen Aıntes vom Kaijer er= 
  
“wirkte. Ein NYahr fpäter wurde die Kolonialabteilung 
zu einem Telbitändigen ReichsSfolonialamt erhoben‘ und 
Dernburg deffen Stantsjefretär, Vier Xahre lang jtand 
der Kaufmann an der Spike diefes Amtes, und Hreund 
wie Gegner erfannten e8 an, daß er während diefer Zeit 
manmnigfache neue Gefichtspunkte geltend gemadt und 
und Turdtbaren Ideen in die KAoloniakverwaltung des 
SVeutidhen Reiches hineingetragen hat. Nach den Erfah- 
Yungen mit Herrn Dernhurg dürfen wir der Tätigkeit 
der alwveifen für die Leitung eines Reidhsamt? auserfehe- 
ven Kaufmanns mit vollem Vertrauen entgegenfehen. € 
Ut befannt, wie dringend not dem Reiche ein felbftän- 
Ddiges Reicdhsichabamt tut. Dr. Helfferich {ft der Mann, 
dem ihn anbertrauten Amte Gewicht und SelbftftänDdig: 
feit zu verfhaffen und der Verwaltung dank des Reichs: 
ums feiner braftificdhen Erfahrungen neue Direktiven zu 
Ne al [ebhaft zu begrüßen, daß gerade an die 
Seut e Des Neichsihabants ein Kaufmann von der Be: 
ung Dr. Selfferichs geftellt werden wird. 
SE neue Schabfefretär ft nody fehr jung; er über: 
ni . He | teht x 
DeraDn die Verivaltung des hohen Reidhsamts als AQer, 
) Wie f. 3. Dernburg, Al Sproß einer hodhange- 
  
  
  
jehenen rheinpfälziichen Kaufmannsfamilie in Neuftade 
"a. d. Gardt geboren, widmete jich Karl Selffridh nad Ab- 
jolvierung des Gymnafiums auf den Univerfitäten Mün- 
chen, Berlin und Straßburg dem Studium der Staats 
miffenjHaften und Habilitierte [idh, erft 26 Yabhre alt, an 
der Berliner Univerfität al8 Privatdozent der National- 
öfonomie, MS folder trat er zu dem ReidhsSbanfkpräfiden- 
ten Dr. Koch, deffen Goldwährungsiyftem er tapfer ver. 
trat, in enge Beziehungen, Von 1901 bis 1905 war der 
fünftige Schabfefretär Bortragender Kat in der Kolonial- 
abteilung, dann trat er in die Direktion der Anatolifchen 
Eirjenbahn ein, die von der deutfhen Bank finanziert wird, 
und wurde alsbald Mitglied der Direktion diefer Banr. 
In allen feinen Stellungen hat fih Dr. Helfferid nament- 
lich als Praktiker hervorgetan, wie er nod) unlängft als 
Sachwverftändiger zur Kegelung der Verhältniffe in den 
befebten Belgien tätig gewefen ift. 
Der bisherige Staat8fekretär Kühn, der im 64. Le: 
benSjahre {teht, bekleidet fein Amt feit dem März 1912, 
al8 der damalige Staat3jekretär Wermuth aus Dem 
Reichsdienft ausichied und Oberbürgermeifter von Berlin 
wurde. Erzellenz Kühn, der die Ridterlanufbahn einge- 
ilagen hatte und fhon feit dem Xahre 1892 im RKeichs- 
jhabamt tätig it, hat ich. al? UnterftaatSjekfretär und 
al Staatsjefretär. diefes Amtes hohe Verdienite. ermwor- 
ben, wichtige Steuergefebe und befonders& die Wehrvorlage 
erledigt. Sein aichtifdhes Leiden ziwinat ihn, ih in den 
Rubheitand zurüczuziehen. Der Rücktritt Des hodhwverdien- 
ten Beamten wird allieitig lebhaft bedauert. Das Reichs: 
Ihabßamt hat von allen Reichsämtern feine Leiter am 
häufigiten wechfeln fehen und allein in den Ießten zehn 
Nahren fechs StaatSjefretäre gehabt mit Dr. Helfferidh 
die Herren Freiherr v.. Stengel, Graf Rofadowsiy, Sy- 
dow, Wermuth und Kühn, 
= Bringt zuer Gold zur Reichsbank! . 
  
  
  
Rus Stadt, Provinz u. Nachbargebiet. 
Fulda, 18, Januar 1915. 
— Berfonalnacdhridhten. Dem Amtsgerichtsrat Dr. 
Bopber in Hanau ift die nadhgefuchte Dienftentlaffung 
erteilt worden, 
* Das Gijferne Kreuz erhielt Herr Hauptmann 
Ey nrer, Eijenbahnverfehrstontrolleur in Fulda, gegen- 
wärtig bei dem 3. Eijenbahnbataillon der Milkitär-Cijen- 
bahndirektion 2. 
= Das Giferne Kreuz erhielt Herr Leutnant Kar 
Segenbhgur (von Fulda). im Fußartilerie-Regimenr 
Nr. 13 in den Kämpfen in den Vogefen. 
LE] Reighswollwode. Alle Familien und Jedermann 
werden gebeten, in den Schränken und Kiften nachzufor= 
ichen, ob jidh wollene und baummwollene Sachen und Zuche 
(auch Kleider) vorfinden 11: fie zugunften unfjerer tapferere 
Krieger wie auch der Notkeidenden in Oltpreußen fpenden 
wollen. us diefen Sachen follen für die Truppen Un- 
terhofjen, Weiten und Yaden, jowie Decken zur Srwär- 
numg in den Schübengräben hergeftellt und die noch 
brauchbaren Anzüge und Kleider an unjere notleidenden 
oftpreirkiichen Zlüchtlinge abgegeben werden. Die drin- 
gende Bitte ergeht an alle ıumfjere Lefer, Alles brauch- 
bare zujammen zu fuchen, damit den Bedürfniffen in 
weiteltem Umfange Rechnung getragen werden fann. Die 
Stoffe-und Kleider, auch getragene und zerriffene wollene 
Stulimpfe, bitten wir in Bündel zujammen zu Ihnüren 
und zur Ablieferung in Bereitfchaft zu halten. Ort der 
Mblieferung und Zeit der Abhohung wird noch bekannt 
gegeben. — Auch bitten wir.alle in Betracht fommenden 
Seichäfte, Stoffrefte und Proben fpenden- zu wollen. 
J. Reidhswollwodhe. Da vom 18. his 24, Januar 
die Keichwollwoche ftattfindet, made ih in lebter Stunde 
‚Darauf aufmerfjam, daß bei diefer Gelegenheit ficherlich 
manches Kleidungsitiück an8 Tageslicht. fommt, das Für 
die heimijde Xoftümkunde von Wert jein kann. 
BejonderS auf dem Lande dürfte dies der Fall fein, wo 
vielfach noch Tucdhröcke, geftricte, fowie mwildlederne Klei= 
dungsjtücke, Pelzhandihuhe und Müßen aus Großvater- 
zeit aufgehoben mwmerden. Weil num die frühere National 
tracht in einzelnen Gegenden DeutfchlandS bisher noch 
wenig oder gar nicht feltgeftellt werden Fonnte (dies i{t 
ganz bejonders im Fuldaer Yand der Fall), fo 
empfiehlt e& jih beim Einjammeln oder beim Sichten 
der gejammelten Gaben, ein Augenmerk auf folche Kei- 
DungSfticke zu verwenden. Dieje Stücke könnten in den 
Ortihaften durch einen Lehrer oder wer fonft fih dazu 
eignet, falls e& nicht {han vom Geber gefchehen it, von 
den anderen Sachen getrennt werden, Das Bündel wäre 
nut einem befonderen Zeichen, vor allem aber mittelit 
eine$ haltbaren Schilddhens, mit dem Ortsnamen zır ver- 
jehen. Die zuftändige Zentralftelle fann dann leicht den 
Rat von Fachleuten einholen, ob e8 ratfamnı jei, das eine 
oder andere Stücl zurüczulegen. Die zunächft intere[- 
fierten Mırfeen dürften gewiß für ein feltenes KXoftüm- 
itüc, au wenn e8 {don etwas mitgenommen ausSfieht, 
mehr mie den materiellen Wert zahlen, fodaß dabei unfere 
Heldgrauen ficherlidh nicht zu kurz fommen, zumal foldhe 
Kleidungsftliche auch drh Umarbeiten infolge des Alter? 
ichwerlich nırkbar gemacht werden Fönnen. Bon arößter 
Wichtigkeit aber ij die Ortsangabe, wo das Klei- 
DungsSitüc getragen wurde, da eS Jonft zumeijt mertlos | 
jein wird. Auch Uniformitücke, die älter wie etwa 
70 Sahre find, find aus der großen Malje auszufondern, 
doch ift daran die Adreffe des Sihenders& zwecks näherer 
Auskunft ermwünfcht. 
=> Anmeldung neuer Ferufprehanfchlüffe. Wır 
machen die Lejer unferes Blattes darauf aufmerffam, dak 
Hernfpredhanfchlüffe, deren‘ Herftelung in der Beit vom 
1. Mpril (Beginn des erften Bauabichnitte8). bis Ende 
  
Iuli gewünfdht wird, [pätejtens bis zum 1, März bei Deyf 
Fernfpreh-VBermittelungsanftalt angemeldet jein müffen, 
an welche die Fernjprechitelle angefloffen werden {oll. — 
Beitellungen auf Sacdhregifter zum AmtSblatt der KXKöniga 
lien Regierung in Cafjjel, Jahrgang 1914, werden von 
dem Ort8- und Landbeitellperfonal des Kaijerlidhen Bott- 
amt$ entgegengenommen. ) c 
D. Naturheilverein. Heute (Montag) findet im 
Sajthaus „zur Traube“ die JahresShauptver- 
jammlıung des Naturheilvereing ftatt. Da wichtige 
Mngelegenheiten beraten werden follen, fo it möglichtt 
zahlreicher Befucdh fehr erwünfcht. . 
$ Hilders (Rhön), 18. Yan. In Tann follen mit 
Rückficht auf den Kriegszuitand im SefdhäftSjahr 1915 
folgende, durch Bejchluß vom 2. November 1914 feitge- 
jebte SGerichtstage au8fallen, Der Gerichtstag vom 29. 
Hamuar, 12, Mörgz,. 4. Iunti, 8. Oktober und 30. Dezem- 
ber. Serichtstage finden fomit mur ftatt: am Freitag den 
19. Februar, Montag den 29, März, Freitag den 23. 
Mpril, 14. Mai, 25. Juni, Mittwodhy den 14. Iulı, 
Freitag den 17. September, 29. Oktober, 19. November 
und 10. Dezember. Mit Beendigung des Krieges tritt 
Dieje Verfügung außer Kraft. : 
Hersfeld, 17. San. Unter en in Ifingtarm einge 
{hloffenen deutfchen Soldaten befand ich auch ein Her8- 
felder, der Sergeant Karl Göbel. Wie aus diejer Zagen 
eingetroffenen Briefen hervorgeht, befindet jihH Herr SGh- 
bel Pant Gefangenfchaft und wird dort gut be- 
handelt, 
Cihwege, 17. San. Al ein Zeidhen der wirtfdhaft- 
lichen Araft unferes Volkes können die troß des Krieges 
{teigenden Einlagen in den Sparkaffen angejehen wer- 
den. So erfährt das „Ejchw. Tagebl.“, daß die Spar» 
einlagen bei der hiefigen Kreis-Sparkalfe im abgelaufenen 
Xahre zum erften Mal den Betrag von 4 Millionen über- 
ichritten haben; fie betragen 4 151430 Mark gegenüber 
3.133 640 Mark im Vorjahre. Dazır fommen noch. etwa 
500000 Marf gutgefhriebene Zinfen vom Jahre 1914. 
Togesneuigkeiten. 
Berlin, 17. Janızar. Die Ausgabe neuer finfpro- 
zentiger pretkiicdher Scdhabanweifhungen, deren Verausga- 
bung eigentlich erft am 1. Mpril d. X8. anftelle der alsdann 
zur Rüczahlung fälligen A4prozentigen preußijchen Schab- 
aniveifungen erfolgt, wird jebt von der Preukijchen See- 
handlung unter der Hand vorgenommen, weil fidh bei dem 
Publikum ein erheblidher Anleihbedarf geltend gemacht 
hat. € fann fejtgeftellt werden, daß die qünftige XurS- 
entivicchung der Sprogentigen Xriegsanleihe und Schab- 
anweifungen anhält, Die neuen, am 1. Mpril zur Ver- 
ausgabung gelangenden Schabanweifungen mwmerden dem 
Nublikum zu Tageskurfen angeboten und find am 1. April 
1918 fällig. Yor Zinslauf beginnt mit dem 1. April d. 
88., die Bezahlung muß ipäteltens an diejem Zage er- 
folgt fein. ; AM 
; Das Erdbeben in Italien. 
wtb. Berlin, 17. Yan. (Nicdhtamtlich. Der italie= 
nijche Botidhafter Bolati ließ den Unterzeichnern der an 
ihn gerichteten Teilnahmetelegramme folgende Depejdhe 
zugehen: „Für die Worte des BeileidZ3 anläßlich des 
furchtbarven Unglücks, welches Italien heimgelucht hat, 
ipreche ih Ihnen meinen tiefempfundenen Dank aus und 
werfichere Sie, daß ih mid beeilen merde, die edlen Mus- 
drüce Ihrer Teilnahme der föniglih italienifhen Regie: 
rung zur Kenntnis zu bringen. 5) 
mtb. Rom, 17. Yan. (Nidtamtlih.). Der König 
{tiftete 300 000 Lire zum Belten durch das ESrdbheben ver- 
waijten minderjährigen Rinder. Der Betrag wird in 
Staatsanleihen dem von der Aönigin Helena geftifteten > 
Patronat für verlaffene. Kinder zugeführt. Dig Königin 
ordnete die Einrichtung eines Heinen Hofpitals im Qıu1- 
rinal an, das unverforgte Rinder aufnehmen foll. 
Berlin, 17. Januar. Zu. der Madrider Meldung, 
daß der Diplomat Gaytan de Ayala nächitens mit einem 
Sonderauftrage nad Berlin reifen werde, erfährt der 
„Berl. L.-Mnz.“, der genannte Herr joll die Hhiefige {pa- 
nijche Botichaft, die durch die Wahrnehmung der Interet- 
jen der im Deutichland befindlichen ruffifchen, fFranzöfi- 
jhen ımd Dbelgijchen Staatsangehörigen mit Gefchäften 
überhäuft ift, unterftüßen. Das fer der einzige Ziven 
jeiner Reife, Eine befondere diplomatijche Miffion habe 
er nicht. —. 
Der Kaifer und die Hindenhurg-Spende. 
iwtb. Dresden, 17. Nanıuar. (Nichtamtlich.) Der 
Sächtifche Landesdienjt meldet: Cine Abordnung des 
Deutichen Städhtetage8 hatte dem Kaifer Meldung Über 
die Hindenburg-Spende und ihre Neberreidhung an den 
Seneralfeldmarichall erftattet. Hierauf it geltern bei 
Oberbürgermeifter Beutler - Dresden folgender  telegra- 
phijdhe Dank. eingegangen: „Der Raifer hat die Mel- 
dung von der hodhherzigen Hindenburg-Spende der Ddeut- 
ichen Städte mit großer Freude entgegengenommen 111d 
läßt für die reihe Gabe zum SchıG des heldenmütigen 
Oftheeres gegen den ruffifchen Winter herzlidhen danken. 
Mırf MWerhöchften. Befehl. Geh. RKabinettsrat vn. Balen- 
tinie.“ 
Bayerijher Dank an die Feldpolt. 
Münden, 17. Jan. Kronprinz Rupprecht hat aus 
Mnlaf der Erledigung des Weihnacht8- ıumd Neujahrs- 
verfehr durdy Armeeberehl dem Armeepoftdirektor und 
jätmilchen Beamten der Feldpoft im Namen der Armec 
feine Anerkennung und feinen Dank Für ihre pflichttreue 
Yrbeit ausgefpefochen, Die Feldpoit, die bei Beginn des 
Heldzuges außerordentlidhe Schwierigkeiten zu überwinden 
Hatte, habe gezeigt, daß fie allen billigermeije zu Htellenden 
Mnforderungen gerecht wurde, 
Bürich, 17, Yan. Ein Vertreter der „Perfeveranza” 
— hatte eine Unterredung mit dem vatikanifhen Staat8=