— 12 — hat multa et multum geschrieben und gewirkt, aber Alles für gebildete Männer und edle Frauen. Seine dramati¬ sche Muse ist oben bereits charakterisirt. Seine lyrischen Poesien sind meist ernst, voll eines hohen, heiligen Geistes, -in reiner, klarer Form, von grosser Wirkung auf die Menschenseele. Immer hielt er sich bei seinem Schaffen das Motto vor Augen: „Das ist die wahre Seligkeit, Zu fühlen mitten in der Zeit Die ganze volle Ewigkeit!'' Auf seine freimaurerischen Schriften komme ich später zurück. II. Br Marbach s Aufnahme in den Freimaurerbund. Als Marbach sich zur Aufnahme in den Bund der Frei¬ maurer meldete, war er bereits ein Mann von 34 Jahren, der damals schon einen wohlbegründeten Ruf in der Ge¬ lehrtenwelt besass und sich als Schriftsteller auf verschie¬ denen Gebieten der Wissenschaft ausgezeichnet hatte. Er selbst sagt, „dass der Entschluss, sich dem Bunde anzu- schliessen, ihm nicht plötzlich und in Folge eines zufälli¬ gen Ereignisses gekommen, sondern die Frucht reiflicher Ueberlegung sei." An einer Stelle seiner freimaurerischen Schriften sagt er: „Als ich ein Knabe von 14 Jahren war, da erhielt ich von meinem Vater ein Buch, dessen erste Worte mich gleich, als ich sie das erste Mal las, gar wunderbar be¬ wegten, obgleich ich sie nicht verstand, und die mich Jahre lang, ja ich kann sagen mein ganzes Leben hin¬ durch beschäftigt haben und die, je mehr ich sie ver-