— 104 — welches sie allen geben sollen, mit denen sie ver¬ kehren; endlich durch das eigene Bedürfniss nach treuer Freundschaft mit Männern, die eine Gesellschaft bilden, in welcher der Mensch nur nach seiner ewigen Berufung und nach seiner sittlichen Bildung gewür¬ digt wird." u s. w. u. s. w. VIII. Marbach's Ansichten über Schwesternfeste und Sylvesterfeiern und sein Wirken bei denselben. Schwesternfeste feiert die Loge Balduin zur Linde nur selten, doch haben dieselben stets sehr freundliche Anerkennung gefunden und es sind bei Gelegenheit der¬ selben verschiedene, noch heute bei der Loge bestehende segensreiche Stiftungen in's Leben gerufen worden, so durch das Schwesternfest 1821 die Ziehkinderanstalt (ein Institut zur besseren Verpflegung meist unehelicher bei armen Personen in Pflege gegebener Kinder, jetzt unter der hiesigen Armenanstalt stehend); durch das Schwesternfest 1827 der Wöchnerinnen-Hilfsverein; durch das Schwesternfest 1865 die Töchterstiftung. Das erste Schwesternfest der Loge fand im Jahre 1800 statt; bei dem 100jährigen Jubiläum der Loge 1876 brachte das maurerische Kränzchen zu Cöthen als Fest¬ gabe eine rührende Reliquie, nämlich eine blaue Schleife unter Glas und Rahmen und mit entsprechender Inschrift. Diese Schleife hatte eine längst verstorbene Schwester in Cöthen als Andenken an das von ihr 1800 mitgefeierte erste Schwesternfest der Loge Balduin zur Linde in dank-