11 bäuerliche Pfeifenräumer erkannt hat , sollen gleichfalls hier gefunden sein ; ein Stück sammengeschmolzener Bronze stammt nachrichtlich wenigstens aus der Nähe . Der Berg ist einer jener Basaltkegel de« ältestbewohnten Oattischen Landstrichs , der Ebene nördlich von Fritzlar . Seine Höhe ist etwa 300 Fuss , er ist sehr spitz und fällt nach tNorden steil ab , nach Süden aber geht er sanft absteigend bis zu einer wohl künstlich brochenen Stelle und bildet so auf der Höhe ein sanft abfallendes dreieckiges Feld von 60 Schritt Entfernung des Abhangs von der Spitze und 120 Schritt Ausdehnung am Rande des Abhangs . Die Spitzes selbst ist etwa 5 Schritt weit ohne Fundstücke , von hier an nimmt ihre Mächtigkeit stetig zu , ebenso wie die Mächtigkeit der über sie gelagerten Basaltgeröllschicht , die von etwa ' / , Fuss bis zu 2 Fuss wächst . Man darf also wohl ein allmähliges Abrutschen der Gegenstände von tier Spitze ab annehmen . Die Fundstücke bestehen aus Knochen von Thieren und sind von Claudius bestimmt als angehörig : dem Hären einer sehr grossen Raye , dem Hund , dem Biber , dem Schwein , dem Pferd , dem Edelhirsch , dem Reh , dem Hausrind , dem Schaf und der Ziege ; das einmalige Vorkommen eines Menschenknochen wird wohl mit Recht einem Zufall zugeschrieben . Sämmtliche Knochen sind zerbrochen und stellen sich also wohl ills Ueherbleibsel von Mahlzeiten dar . Dabei muss allerdings als auffallend bezeichnet werden , dass keiner der Untersucher die geringsten Spuren von Kohlen oder Asche aufzufinden vermochte , was sich allenfalls durch den oben herrschenden scharfen Wind erklären könnte , welcher leichtere Gegenstände weit in die Ebene entführen mochte . Dass aber Mahlzeiten gehalten wurden , scheinen allerdings die haften Topfscherben anzudeuten , und müssten also andernfalls die Speisen bereits gekocht gebracht worden sein . Die Geschirre waren aus einer groben rothgelben oder schwarzen mit Quarzstückchen untermischten Thonart , nur mit der Hand geformt , aussen , oft auch innen mit einer dünnen rothgebrannten Schicht , von verschiedener Dicke^bis zu 2 cm . Bei fast allen Verzierungen kann man deutlich erkennen , dass sie mit dem Finger oder einem Holzstäbchen aus freier Hand gemacht sind , so dass man bisweilen noch den Fingernagel erkennen kann , bisweilen , namentlich bei Durchbohrungen die viereckige Form des Hölzchens . Solche Durchbohrungen finden sich an dem Rande der Gefässe in Abständen von circa 1 cm . ziemlich häufig . Sie sind ebenso wie die runden Durchbohrungen , an einzelnen Henkelstücken kaum gross genug , um eine massige Schnur durchzuführen . Von weiteren Geräthen findet man nur Knochenpfriemen und kleine Steinäxte , worunter einer von Feuerstein , aber gar kein Metall , endlich Geräthgriffe und ähnliches von Gehörn . Alles scheint darauf zu deuten , dass die Benutzung des Platzes schon in der frühesten Zeit aufhörte . Kaum erklärbar , wenn dieselbe Bevölkerung dort sesshaft blieb , sehr natürlich , wenn sie verdrängt wurde , so dass man wohl daran denken könnte , hier auf eine vor - cattische Culturschicht gerathen zu sein , einem Opfer - oder eher Versammlungsplatz der verdrängten Bevölkerung . Es mögen nun die wenigen Gräber genannt werden , bei welchen Fundstücke von Steinen gemacht worden sind . Es sind dies : Die Hügel der Maderheyde , geöffnet 1714 durch Landgraf Karl , beschrieben durch Schmincke in der obengenannten Disser - tatio de urnis sepulchralibus et armis lapidéis veterum Cattorum , wo es heisst , dass in der Maderheyde ( bei dem Dorfe Maden unweit Gudensberg ) viele aus Rasen errichtete Hügel gewesen 2 *