Unterhaltungs-Beilage des „Sulöaer Urekblatter" ] I Kummet jj. Vr,ck A,t verl«g: I.t. Uttz'r tz-sh«ch-rkckerei vera«t»«rtl. rchristleiter; t<9 Uth. §«r»a. Jahrgang jyjr. j Unter der TropenDnne. ... Roman von Erik klö Fortsetzung.) 8- 2ohn Maer auf die Terrasse trat, hatte Sylvia EgMendet. Sie antwortete ihm auf seine erste rage nicht, sondern sah ihn nur mit einem stummen Blick Da machte er sich ihre augenblickliche Befangenheit awmfee und sagte in ferner einschmeichelnden Weise, die er ZK'? ^nuL-r so gern anschlug: Welche köstliche, süße m -8 ^ /Wen sie welche Liebeslieder! Sylvia. eLfl0 ni^ ebenso schön wie damals auf dem ' ?enn nur auf dem Hinterdeck allein plauderten N? ich neben Ihrem Stuhl stand, wenn das Schiff im „Äinuntlr9cm&das goldig leuchtende Meer strich E ^.mn^^.iÄaste im Musiksalon sangen und spielten! stehen alle diese glücklichen Stunden vor mir. Aber ich furchte, Sylvia, Sie haben alles vergessen —" b unterbrach Sylvia i;;n, da sie nun ihre N/'"9 Suruckgewann und sich fest voniahm. sich nicht be- zu lassin, »ich pflege nicht schnell zu vergessen, und snw !LU^ no& fe^9nenau' daß -Me sich mir als John Maer, als einen Deutsch-Amerikaner, vorstellten, darf ich rtrutn Sie sich heute als Herr von Koltz m wein Haus emfuhren ließen? ^sser war eine zu gewiegte Natur, um sich daß ihm die Frage peinlich war. Auch S fil't P er Sylvia heute unerwartet hier als Herrin kamm-Ä^^^brfand genügend Zeit gehabt, sich auf die kommende Frage vorzubereiten. s.irir^agen' in denen man besonders hier draußen Wwmatflch Vorgehen mußI Und leider kann ich Ihnen in Mawm Grund sagen, warum Sie iiiich hier Ella al§ Herrn von Koltz wiederfiuden —" ' einfübr^T« ^'5' A meinem Hause als Herr von Koltz liachdeni Sie sich mir auf dem Schiffe DmtteUt ^o6en' imbe ich eine Berechtigung, danach zu fragen. Aber es will mir scheinen als ob Sie den Flrrt in jeder Hinsicht liebten -• „ J'IÄ9 plötzlich einen so bestimmten Ton an. daß dielt, sie nicht zu erzürnen und arg- a er bie Flauen so gut kannte, m«-n K«mL - n- I« m am r rr »Sie sim mir Umecht". entgegnete er eindringlich und leise, »glauben Sie, daß unsere Bekanntschaft ein Flirt für war? Haben Sie wirklich keine Ahnung von dem "lich kostete. Ihnen Nicht meine Liebe schon tauge SmltrffM ** p« Ä» '--i-n. M Wie « fur m?ine Ehrenpflicht, Ihnen nichts \u förf&fiÄ Abschied die Worte, die -cd zucuckhalten wollte, mir über die Lippen gingen-" »ck. ®0r elner Woche diese Wort, im-ff ttch von ihm empfangen, dann hätte sie voll Janckne > geglaubt. W« nun sie heute bei der unerwarteten B gegnung hellsehend geworden war. hatte auch :iir £'r i JOTonn2l'J"6 st« hörte unter ©.•'••• ■: seine Worte nur Wort^ aber keine Gefüh!- > > - °«g«mwärtigt- sich, daß es vorhin kein Plom.ar»glmch licheö Erstaunen war. das über seine Züge gl> r. all a Grupe-Lörcher. (Nachdmck verboten.) Herbert ihn vorstellte, sondern ein peinliches Erkennen. ln dem Wunsche, daß sie sich silöst getäuscht, daß er d:e Wahrcieit reoen möge, fragte sie nach einem kurzen, bekommenen Schweigen: 'Laben Sie nicht gewußt, daß es mein Mann war, den Lie gestern im Deutschen Klub um die Einführung in sein Haus baten?" »Ich habe es nicht gewußtI Sie hatten mir nie den Aamen und den Beruf Ihres zrikünftigen Gatten genannt, rch wutz.e nur, daß Me in Manila oder Hongkong bleiben mm den. _ über nun ich Sie als Herrin eines so ange- lehcnen vauses wiederflnde und mich das Schicksal ganz unerwartet und ohne Zutun abermals an Ihren Lebens- n/' I'. ' ?ew:une ich die Überzeugung, daß ich mich mit Unrecht zuruckgehalten habe. Das Schicksal hat uns beide füreinander bestimmt —« sv. entzog ihm brüsk die Hand und erhob sich schnell. Bon teiuer Antwort hing jetzt alles ab. Vielleicht liebte ft»/«-r ' ,llnbc den Mut, sie zu gewinnen in Ebce n"!' Hn6 i[]5 Herz klopfte angswoll. als sie haflig pep. ""M ha;b wieder zuweudend sagte: „Sie vergessen meinen Manu! vergesse irxi nicht! Ich weiß, daß Sie letzt Sylvia Beermann heißen! Aber ein Recht auf Glück holt 9^hz'^ig angelegte Fraueunatur — " -1 vollendete incht. da Sylvia sich von ihm abwandte und über me Terrasse zum Türbogen ging, mit gesenktem ■HOpi, ab habe sie eitt Hieb in den Nacken getroffen. a- abeE' ber 10 kl"n von den Frauen dachte, hielt e>.- für einen kurzen berechneten Widerstand. So eilte |Jacib ,er holte lie noch vor dem Türbogen ein und wahrend er ihre Hand ergriff, sah er ihr im Halblicht des Wndtmeins und der herausleuchtenden Lichter ins Gesicht. »Süw'a! sagte er eindringlich und leise, „ich habe heute amuö die Überzeugung gewonnen, daß Sie Ihren Mann mcht lieben. Aber Sylvia war sich in den wenigen Sekunden klar geworden, ott all dem Schmerz um seine Nichtswürdig- keck vurchglichte sie es wie eine große Freude, daß sie sich mchts die,eu, Manne gegenüber vergeben und ihm nichts über ihre unglückliche Ehe verraten hatte. Und neben dem Stolz erfüllte jetzt die Absicht ihr ''sh “,! dkm zu rächen, der so frivol mit ihr gespielt /u/ Deswegen gab Sylvia ihm jetzt keine oerachtungs- v’ / ^utmort. wie sie es am liebsten getan hätte, sondern ‘a9te Merzend mdem sie das leise Zittern in ihr« "Erzwang: „Sie irren sich sehr, Herr von Koltz! .ml oer,legen uns sogar sehr gut — sehen Sie, dort kommt im.n Mann sicher, um mich zu holen! — Sie sehen, er a»n ev nicht lauge ohne mich aushaltenl^ -sie batte, während Herbert auf sie zukam. bie Emo- E den fröhlichen Mmschen Kr Lichte, g.anz fort, irgendwo in eine dunkle Ecke hin. <*» — »w» ***