Die Cinrbdwage- sen Beide 29 Drang. | $uldaer Kreisblatt | Erfelnt Ruswahme der Conn- und Feiertage. Sejugs-Dreio: Monat mit Jlußziertum Sonmage- Bien Dfenmig, Sengleihen dus die Dal bezogen ausMliche Ma AO Arne alten Tran urn Srvd und Olıien: 3 £ M00'e Bafmattndernk Suite. fr. 76. Drittes Blatt. betragen Me Sie 27./3. 3915. Aus Stadt, Provinz u. Nachbargebiet, Hulda, 27, Mörz 1915. @ Handwerk und Genoffenfjdhaften, In der am ver- Hoffenen! Montag {f{tattgehabten VBollverjammlung der Cafjeler Handwerkskammer wurde u. a. auch ausgeführt, daß die Anregung der Kammer bezw. der Königl. Staats- regierung zur Errichtung von Handwerks-Kreditgenoffen- jdhaften beim Handwerk des hiefigen Bezirk3 im allgemei- nen auf wenig fruchtbaren Boden gefallen fei. Mır in Hanau fei eine foldhe Anftalt eingerichtet worden... In Sulda, Marburg und an anderen Orten jei troß eif- riger Propaganda die Sade im Sande verlaufen. — Hierzu fOreibt man uns: GE fonnte ja in FJaulda auch gar nicht anders fommen in diejer Sache, wie e8 eben gefom- men ift. Zroß eifriger Bemühungen unfjeres Herrn Ober» hürgermeifter$ um das Zuftandekommen einer foldjen Senoffenfchaft, troß der unermüdlihen felbitlofen Probas ganda des Herrn LXandtagsahgeordneten Drinnen- berg, froß rTaftlojen Sijer& verfchiedener unferer hie- figem Handwerksführer jcdhlief die ganze Angelegenheit ein und mußte einjdhlafen, — denn die Maffe z0g nicht mit. € {cdheint eben ein unausrottbarer Zug beim Handwerker zur jein, daß er fi in joldhen Sachen nicht perfönlich bes mithen möchte und fih allzujehr auf andere verläßt, im mer glaubt, alles müffe von oben fommen und die mäch- tigife und nachhaltigite Hilfe, die „Selb{thilfe“ nicht zu fennen |dHeint, Unfere Handwerker Jind in er {ter Linie {19uld, daß in Fulda aus einer Handwerker-Kredit- genoffen]dhaft nicht? geworden ift. — Dabei. {ol jedoch nicht verkannt werden, daß audy anodh andere — im Stillen aber mächtig arbeitende — Haktoren mitgeholfen haben, das Projekt zu Fall zu bringen. Wir meinen die Banfkinftitute, Darlehnskafjen etc. Mander der „beffe- ren“ Handwerker ift da vielleicht Muffichtsratsmitglied und agitiert — hierzu noch beftärkt durch die Geldmännter — gegen die Erridhtung einer Handiwerfker-Kreditgenof- Tenjchaft. Die Freditbedürftigen Handwerker zählen ja doch aud) gerade zır den beiten Kunden foldher Inftitute, — Schließlich fei noch unfere Meinung, daß ein MAusStchuß, der die Vorarbeiten erledigen foll, nicht aus8 zuviel Mit. gliedern beftehen follte: 1—2 Fachleute und vielleicht 5 bis 6 „wirfliche“ Gandwerfker, die aber auch etwas tun wollen und — fönnen. noch betonen, daß eS nicht ganz richtig ift, daß zur Grüns dung einer {olden SGenoffenjhaft in eriter Linie Geld nötig ift. Cinigkeit und 3Zufammen{dHluwß muß in eriter Linie da fein. Sar mandeS andere Seldinftitut, das zur Zeit blüht, ift ohne viel Geld ge= gründet worden. Was da fein muß und wie e8 gemacht nn joll, hätte ja übrigens erft die Kommiffion zu eratenl O6 Über den Bezug von Schmierölen ijt eine neue Vor: ichrift erlafien, welde von der Handelskammer äu Hanau bezogen werden! kann. — Bejdlennigung der Fildbeförderungen. Sin Erlaß des preußilhen Eijenbahnminiiter8 jpricht aus, daß e6 bei der erheblichen volfSwirt{dhaftlicen Bedeutung, die der Ber- wertung Lebender und frifder File als Nahrungsmittel in der jebigen Zeit zufommt, dringend geboten fei, Sendungen Tebende und frifder File. möglichit ihleunigfit und zuver- Iälflig zu befördern. Die Eifenbahndirektionen jollen der Beförderung diefer Sendungen ihre befondere MNufmerffant- feit zuwenden. HE. Bezug von Waren ans dem neutralen Ausland. us Anlak eines Iveziellen Kalle Wird darauf hinaemieler. 22) Deutfkhe Frauen. . Sin Kriegsroman ausS der Gegenwart von Anny Wothe. Copyright 1914 by Anny Wothe, Leipzig. Nachdruck verboten. ) _ Weften Hatte die Empfindung, als würde fie am Tieb- jten mit der Reitpeitjdhe auf ihn losgehen, aber Fein Mud&- Fel in feinem SGeficht zuckte, . Wie zum Kampf auf Tod und Leb i in die Augen. EA Sen Jaben- fie „Sie Heinen ja eine-nette Meinun von mir zu ha- ben“, Iadhte Paula dann herb auf. % ex in „Sür mid) Tag bisher Keine Veranlaffung vor, qnä: Diges Hräulein, diejfer Meinung Ausdruck zur geben, und es Liegt aud) nicht in meiner Ablicht, e& ferner zu tun“. „Und wenn id e8 von Ihnen fordere? Wenn id eS verlange?“ z „Verlange, fordere?“ Cr richtete feine {hlaffe SGeftalt ftraff in die Höhe, _ „Snödiges Hräulein vergaßen, daß id feit. Heute aufgehört habe, einer Ihrer Untevgebenen zu fein. Mber Jelbit wenn id noch in Ihren oder Ihres Herrn Bruders Dienften ftände, fönnte doch kein Befehl mid veranlaf: „fen, zu jagen, was ih nidt fagen will“. „Sch hätte nicht geglaubt“, {pöttelte fie, „daß Sie 19 wenig Mut Haben, Herr Weiten“. „Mut? Gnädiges Fräulein vergeffen, daß ih Sie mir Ihonen will“, Schonen?“ fuhr Baula auf, und ihr Antlig wurde ganz bleidh. „Was fällt Ihnen ein? Ich befehle Xhnen, jebt zu fagen, was Sie über midy denken“. „Daft erfhrak er vor der Hammenden KLeidenfhaft tn ihren grauen Augen, ein anderer feindlicdher Staat die Kontrolle ausübt, eS {ich Toiwvieriger wird unjere Verforgung mit dem für uns „zung jtarf zurüdgegangen; fie fann indeffen ohne Schwie- Zum Schluß möchten wir - Dafür den Bezug von Waren au8 dem neutralen Auslande, insbejondere von jolden Waren| über welde England oder aus naheliegenden Gründen nicht empfiehlt, An non cem in den Zeitungen des Bezugslandes zu erlafien. Der gegebene Weg ift vielmehr eine Anfrage bei den zu» jitändia Kaiferlid Deutiden Konful.arbehöürden wegen Vermittlung von Bezugsquellen. En — Pflanzt Mohn! Se länger der Krieg dauert, defto früher in der Hauptfade vom Auslande gelieferten Spetz jeßl. Deshalb müffen wir beizeiten an anheimilden Er- jaß denken, In Süddeutfhland wurde vor Zeiten fait von dem. Kandivirt oder SGartenbeliber im März oder Mpril eine verhältnismäßig große Släde mit Mbhn befät. Das hieraus gewonnene Del Hat bis zur ausgiebigeren Einfuhr von Olkiven- und ErdnuBöl den inländiidhen Be- darf jo ziemlich gebect, Inzwijcdhen ift die Mohnpflan- rigfeit wieder aufgenommen werden, Das auS den reifen Samenförnern des Mohns kalt gepreßte weiße Mohnöl hat einen Jüßen, leicht mandelartigen Seldhmad und läßt ih 3u den feiniten Speifen, befonders zır Salaten, ver- wenden, während der Samenrücitand (Delkuchen) al Viehfutter oder Düngemittel dient, und alle8 übrige eine vortreffliche Streu abgibt. — Yın übrigen fommen {pt ter auch die BurchHnüffe in Betracht, aus denen gleichfalls ein vortrefflidhes Speifesl gewonnen wird. — Handwerk und Feldbejtelung. Der Mitteldeuticdhe Mrbeitsnachweisverband zu. Frankfurt a. M. hat an die Hanbdwerksfammern zu Caffel und Wiesbaden daz Srhut- chen gerichtet, die Cinftelung der neuen Handwerkerlehr- finge mit Rücficht auf dem in diefem Yahre hervortreten- den {tarfen Manael Tandwirtfchaftlider Arbeiter bi8 nad Beendigung der Feldbeftelungsarbeiten hinauszufchieben und im weitgehenditem Maße für die Zeit der FeldbefteX= Iunq die älteren Lehrlinge gleichfalls zu beurlauben. Da dieje Frage für die Sicheritellung der nächiten Ernte von allergrößter Wichtigkeit ijt, hat der BWorftand der Handwerkskammer zu Caljel in feiner lebten Sikung be- ichloffen, den Lehrmeiftern zu empfehlen, den an fie aus den Kreifen der Landwirt/hHaft um Überlaffung von Lehr- fingen ergehende Erfuch in weitgehenditem Make Rech» nung zutragen. SS Sontra, 25. März. Mit dem Eijernne Kreuez erfter Klaffe wurde der am hiefigen Amtsgericht tätiggewejene Seridhtsaffefor Srebe ausgezeichnet, weldher al3 Leutnant der Sandmcht und Kompagnieführer an dem Feldzug teil nimmt, Eidwege, 25. März. Unfer altes Rathaus, das nach dem Urteil des Provinzialkonfervator8 zu den fchönften Res naiflancebauten der Provinz gehört, fol von denr häklichen ug befreit und in feinem urfprünaliben Schmuck wieder herageftellt merden. Fun dem neuen Haushaltsplan find al3 erite Rate zu dem Kolten, die auf etwa 3800 MM veranfchlaat find, 1000 AMeingeftellt morden. Die Koften follen auf 4 Fahre verteilt werden. Mit dem Arbeiten wird vielleicht noch in diefenrt Nahre begonnen werden. Hriglar, 24. März. Bom 11. bis 20. d. Mit3. fand in der Königl. Präparandenanalt die Entlafungsprüfung ftatt. Bon 21 Prüflingen beftanden 19, die vorausfichtlih alle in das Vehrerfeminar zu Fulda eintreten. 7 Schüler ftammen aus Fulda und Umgebung, Die Aufnahmeprüfung ijt am 30. und 31. März. ; Dermifchte Nachrichten. — Wo iteden die Goldjtüde? Zur Ablieferung der Soldmünzen hat man e8 allerorten nicht an der zuftäns digen Aufklärung fehlen lafjen, trogßdem fheint e8, als jtände der Zufluß bei der Reichsbankf, der wöchentlich etfiva 20 bis 25 Millionen Mark beträgt, nicht im rechten Verhältnis zu dem noch immer im Privatbefiß befind- lichen Soldged. Insgefamt find bisher rund 5,1 Mil liarden Mark in Gold ausgeprägt. Redhnet man davon den SGoldbeitand der Reichsbank ab, der fih gegenwärtig auf tund 2,3 Milliarden Mark beläuft, fo ergibt {ih eine Differenz von 2,8 Milliarden Mark, die jedoch nicht voll zählig mehr vorhanden find, weil unfere blühende Gold- Drüben am Sartenzaun marjchierte jebt ein Trupp neuer Pfadfinder vorüber, die zu Ernfearbeiten kamen. Die Jungen fangen: Nun flattern die Fahnen, num Flingt das Spiel, Nun geht .e8 zum Kampfe inz Weite. Lieb Vater, lieb Mutter, wie fern ift das Ziel, Der Tod gibt un8 das Geleite. Und wenn au grinjend der Schnitter {tebht, Zu möähen das blühende Leben — Xieb Vater, Kieh Mutter, wir fürchten un8 nicht, DasSZ Leben dahinzugeben. Das Leben für Chre, für KAaifer und Reich, Das Leben, fo jung und vol Rofen, Xieb Vater, Keb Mutter, der Sturm bricht Los! f Schon naht uns fein Braufen und ofen. p Unwillfürkid Hatten die beiden Menjhen, die fi auf der Terraffe Jo Tampfbereit gegenüberftanden, dem frohen Sang gelaufcht, und das harte Wort, das fi auf Helın- dag Weiten Lippen drängte, war verftummt. Wie lange noch, dann zogen vielleicht die jungen, Fri: Ichen Bırrfehen auch mit in8 Feld, und wie viele von ihnen fehrten nie zurücl Und weiter fangen die Yungen: Drum vorwärts mit Gott! Mit Gott zum Sieg! Mag der Feind, der freche, auch höhnen. Lieb Vater, Kieb Mutter, im heiligen Krieg Sit Gott mit Deutfdhlands Söhnen. Der SGefana war verhallt, Helmdag Weiten, der „Helmleuchtende“ — wie ihn Paula oft feines altgermanifdhen Namens wegen {pöttelnD genannt — ftand unbeweglich. „Sie verfennen mid vollitändig, qnädiges Fräulein”, nahın Werten wieder das Gejpräch auf. „Danken Sie e8 den Yımngen da und ihrem Vaterlandslied, daß ih Yhnen inGujtrie Yahr für Jahr Goldmünzen in erheblichen Mengen verbraucht. Eine vor einer Reihe von Jahren vom KReidhsamt des Innern veranftaltete Erhebung über den SGoldverbrauch unfjerer Induftrie führte zu dem Sr- gebnis, daß jährligH rund fünfzig Millionen. Mark deut- iden Münzgoldes von der Indufjtrie verarbeitet werden. Nimmt man dieje Zahl als annähernd zutreffend‘ an, jo würde fih unjer Münzgold in 20 Jahren um 1 Millt- arde vermindert haben. E3 dürften fich alfo noch etwa eine bis anderthalb Milliarden Mark Gold im Publikum befinden, Sollte diefer Hohe Goldijtand. nicht freiwillig den Reichskaffen zufließen, fo würde Jih, fo {dhreibt Die „Deutich Zage8ztg.“, die ReidhsSregierung genötigt jehen, Zwangsmaßnahmen zu ergreifen, über die aber nodh nicht beraten mird. Sin Fliegerfdhikfal wird in englifden Blättern ge ihildert. Ein Flugzeug war awfgeitiegen, um einige feindliche Batterien zu erkunden, Nach gefährlichem Zug Durch wütendes Schrapnellferter wurde die feindliche Stel- hung endlich gefidhtet und die nötigen Aufnahmen gemadit Dann jollte e& heimwärt8 gehen. Aber faıın war das Hlugseug 500 Meter weiter geflogen, al8 die Scdhrap- nellS hageldicht ein[Hhigen. Der Rauch bildete jo Dicke Wolfen, daß die Fernficht erfdtwert wurde. Plöglich plabte ein Schrapnell gerade über den Köpfen der beiden Knfafs jen! Cine Zeitlang herrichte tieffte Stille, nur der parat faufte gleidmäßig weiter. Endlich fragte der Flug zeugführer jeinen Beobachter, ob er noch lebe, Eine matte Stimme antwortete. Der Fugzeugführer fühlte aber pIößlidh eine fremde Hand am Steuerrad und merkte, wie der Apparat in die Höhe gerifjen wurde. Der Beobachter hatte mit feinen leßten Kräften die Majcdhine gewandt, die in ihrem Fuge die Wetterfahne eine8 Kirchturm8 mit: nahm. Um ein Saar wäre fie am Kirdturm zerfhmet- tert geiwejen! SEndlidh erreichte das Flugzeug wieder die eigenen Stellungen, aber den Wartenden, die das Fug- zeug umrtingtien, bot fih ein erfdhlütternder Anblik dar; Der Flugzeugführer war erblindet, für immer des Lichtes beraußt, und neben dem. bleiden Manne mit den toten Augen lehnte Der Ieblofe Körper des Beobadhters, der f9- eben feinen legten Atemzug getan hatte, — Kriegsfreimillige. Der „B. 3. am Mittag“ geht von Hans I, Rehfifch folgendes Sonett aus dem Felde zu: Wir reiten, reiten, Und die Augen fpähen Sehnfücht’ger nach dem Feind als je nach Frauen. Schon ift die Nacht verbrämt mit Morgenarauea, Und aus dem Schnee [öft ih die Schar der Krähen. SGleid) wieder Tag. Wir Iaufcdhen, vb’8 im rauhen Yrühwind von Taten Mingt, die Heut gefhähen. Wir wollen nidhts von Beute, Ruhm, Trophäen, Und fragen nidt, ob wir den Abend {hauen. Deuticdhland, du glühjt in allen unjeren Wdern, Blut unferes Herzens, Wille unfer Hirn. Wir find das Dröhnen deiner erzenen Gloden, Mark deiner Flur und deine Stätte Yuadern, Bis einft im Zeichen fanfteren Gejtirnz ; Wir noch dein Fejttag find und dein Froblocken. Sur Konfirmation. Un erniter Zeit, wie nie die Welt fie {ab, Reicht man zum erjten mal Euch Brot und Wein Dem Gottesjohne zum Gedächtnis dar. SGelobt or, feine Kinder jtet8 zu fein. DO, haltet Wort, laßt niemals CuchH die Welt Den Himmelstroit, die Himmel8hoffnung rauben, Ob immer Feinde auch mit {harfem Wort Eritürmen wollen Euren Hort, den Glauben. Da draußen kämpfen Cure Lieben all Hür Euch, fürs Vaterland, für Recht und Leben; Or follt, auf eig’ne Kräfte nun geftellt, Un Euer Tun in Gottes Hände geben. Er führt Euch treu die Kurze Erdenbahn, Auf blum'ger Au, auf harten Feljenwegen. Wie e8 auch kommt, — das Kreuz zeigt Euch voran Dem Frieden und der Himmel8ruh entgegen! Hulda. Palmionnta X. NR. nicht jo antwortete, wyie Ihr Ton e8 bedingt. Und nun bitte ih, mid zu entlaffen“. . Mit Inapper Verbengung wandte er fih zum Sehen. Im Augenblit war fie an feiner Seite. Yhre Augen Jtanden voll funkelnder Zornestränen. : „IH will nicht, daß Sie fortgehen“, rief fie heftig, mit den Füßen ftampfend, „ih will nicht, daß Sie 10 Ichledht von mir denken“, : „Schlecht?“ Ein bitteres Lächeln zucte um feinen breiten energifhen Mund. E „Snädiges Fräulein haben fih ja immer fo hoch erha- | ben über den armijekigen Infpektor gedünkt, der im Dienft- { verhältnis zu Ihnen ftand, und Haben ihn das Lei jeder Selegenheit fühlen laffen. Meinen Sie, id hätte das ver- geffen ?“ „Sie haben mid immer fo gereizt“, murmelte Baula mit tiefgefenften Wimpern, . Cr Jah mit jeltfam gemifdhten Gefühlen auf das rei- zende, jo Ddemütig gefenkte Röpfdhen. Nır nicht wieder mei merden, Das fehlte jebt noch in leßter Stunde. Scheu, in banger Frage Thlıug fie die Nıgen zu ihm auf. So, mit diejem Taubenblig, Hatte fie ihn zuerft an- gefjehen, als er nad) Wachwik Fam und fie ihn, da ihr Brat- der nicht daheim, in die Gefchäfte einführte, Mit diejent füßen, Finderhaften Lächeln hatte fie fein Herz hetört, und er hatte diejfem Lächeln und diejen Bliden geglaubt. Wie wahnfinnig von ihm. Noch jebt padte ihn ra- jende Wut, daß er TOiwach genug mewefen, diefem ftolzen herrifhen Mädchen zır zeigen, dak er e8 Liebe. . „Snädiges Fräulein“, Jaate er Inapp, die Haden 31m Jammenfcdhlagend. „Wir wollen doch in diefer Stunde nicht rechnen, wer Sie Schuld an unferem Zermürfnis trägt. A138 ih herfanı, fhien e8& mir, al wären wir die beiten Freunde. z A Hortfebung folgt. - zZ