LG T an; MEERE P e Die. Cieäluags- Ochühren 15 Dfanuio. Pumueifangen de Zobis 25 Pfennig MAAS Bfanakg bezacin Dieg- und Dotenseniihrifion Danantnectiites Zweites Blatt. 24./4.1915, Kir, 98. Amtliches, Viehlendgjenpolizeilide Anordnung. . Bum Shuge gegen die Maul- und KMauenfeuche wird auf Srund der SS 18 pp. des Viehjeuchengefeges vom 26. Iuni 1909 (R.G.BL.S.519) mit Ermächtigung des Herın Minijter8 für Landwirtihaft, Demänen und Horiten folgendes beftimmt: 1. Sperrgebiet. 8 2. Nachdem unter dem Rindviehbejtand des Bürger- meifters Jonas in Meg der Ausbruch der Maul- und ‚ Klauenfeuche amtlich fejtgeftellt worden ift, wird aus der Gemeinde Reg ein Sperrbezirk gebildet. An den Haupteingängen des Sperrbezirf? find Tafeln mit der deutlichen und Haltbaren Auffchrift „Maul- und Klauenfeuche — Sperrbezirkf. Einfuhr und Durchfuhr von Klauendvieh, fowie Durchfahren mit Wie= derkfäuergejpannen verboten“ leicht fichtbar anzubringen. 82. Sn dem Seucdhenorte Meg ift verboten: a) Die Abhaltung von Klauenviehmärkten, mit Aus- nahme der Schlacdhtviehmärkte in Schlacdhtvieh- Höfen, jowie der Auftrieb von Klauenvieh auf Yahr- und Wochenmärkte. Diejfes Verbot hat fih auch auf marftähnlidhe Veranftaltungen zu erftreden. . b) Der Handel mit Klauenvieh, erforderlidhen- falls auch) derjenige mit Geflügel, der ohne bvorgängige Befjtelung entweder außerhalb des Se. meindebegirf$ ber gewerblidgen Niederlaffung des Gändler8 odev ohne Begründung einer foldhen {tatte findet... AlS Handel im Sinne diefer VBorichrift gilt aud das YAufiuchen von Befselungen durch Händ- lex ohne Mitführen von Tieren und das Aufkaufen von Tieven durch Händler. €) Die Veranftaltung von Verfteigerungen bon Klauen- vieh. Das Verbot findet Feine Anwendung auf Viehverfteigerungen auf dem eigenen, nicht geflperr- ten Gehöft des Befiker8, wenn mur Tiere zum Vers fauf Fommen, die fi mindeftenz 3 Monate im Bejibe des Verfteigerers hefinden. d) Die Abhaltung von Sffentliden Tierfdenen mit Klauenbieh, e) Das Weggebhen von nicht ausreich. erhibter Milch (828 b1.3) aus Sammelmolfereien an landwirtihaftl. Be: triebe, in benen KXlauenvieh gehalten wird, Towie die Verwertung folder Mildy in den eigenen Vieh- beftänden der Molkerei, ferner die Entfernung der zur Anlieferung der Mil und zur Ablieferung der Milchrücftände benukten Gefäße aus der Mol- ferei, bevor fie desinfiziert find, (val. S 11, Mbf. 1 Nr. 9ın. 10, der Anmeijung für das Desinfektions- verfahren.) A. Borfdhriften für das Seuchengehöft. $ 3. Neber alle Siälle in denen Klauenvieh feht, wird Sperre verhängt. In den Haupteingängen deS Seucdhengehöftes und an den Eingängen ber Ställe, wo fih feudenfrankes oder ber Seuche verdächtiges Klawenvieh befindet, find Tafeln mit der Ddeutlidhen und hHaltbaren Muffchrift „Maul- und Klauenfeuche“ Keicht fichtbar anzubringen. 23) Deutfe Frauen. Sin Kriegsroman aus der Gegenwart von Any Wothe. Copyright 1914 59 Anny Wothe, Leipzig. Nachdruck verboten. _ Drau von ZIrellenburg war völlig gebroden, Aber Sie glauben gar nidt, guädige Frau, wie tapfer fie {ih um den Verwundeten gegenüber zeigte, Urfula und Hilde pflegten ihn mit Ayfbietung aller Kräfte, und die Heine » Dete war ihm bi8 zur lebten Minute ein heller Son nenftrahl, mM, fuhe Paula mit bebender Stimme fort, „habe ich an einem foldjen Sterbebett geftanden. _ Wie ein großes Leuchten ging e& von diefem alten Kriegshelden aus, als er zu jeiner weinenden Gattin amd Jeinen Töchtern {prach: „Kinder, e8 ijt doch {Hön, daß ih euch noch einmal jehe, aber jHöner nodh, da draußen auf dem Schlachtfeld zu jterben, und daneben die toten mr saben. Dont „ nit, Magt nit, Kinder, au nit, wenn die ungen nicht wiederfehren, E83 ijft Herrlich, da draußen auf dem Delde für ‚jein Vaterland zu verbluten. Sagt den Yun gen, Daß id fie fegne, audy Dir, Gilde, fag’ es Deinem Mann, und daß id fie alle beneide, die noch Fämpfen und Blırten Fönnen für DeutfhlandS Chre und Macht. „Sieg!“ hallt es jegt alle Tage dur die Straßen, „Sieg!“ flattern aufend Fahnen die dentf Rande, und „Sieg!”, fo wird mit Gottes Hilfe auch ferner amfere Löfung fein“. Und dann hob er den einen: Arht — den anderen Hatte man ihm abgefdhoffen — Hoc) em» por, und mir fejt in die Aırgen. HlidenD, Jagte, er nodj: „ „Bangit Dir arm! dem Bruder, Kind, oder um einen, Der Dir fonft nod) Keb? Gib ihn freudig Dem Vater. Sand, dann fann. Di nichts mehr. treffen, nidhtS mehr.“ Die Stallgänge Der verfeudten Ställe 5es8 Gehöft8, Sie Räte vor den Türen diefes Ställerı und vor den Eingängen des SGehöft3, die Wege an den Ställen und in den zugehörigen Hofräumen, jowie die etuaigen Abläufe au8 der Dungeftätte oder dem Iaudebehälter find täglich mindelten8 einmal mit dünner KalkmilchH zu übergieken. Bei Froftwetten fann an Stelle bes Nebergieken8 mit Kalfmild Beftrenen mit gepulvertem frifG gelöfche ten Kalt erfolgen. n in - $ 5, Die Verkendang Bea auf Dem WehIfie Befindkiden Pferde und jonftigen Cinhufer außerhalb des gejperrten Sehöfts ijt, joweit diefe Tiere in gefperrten Ställen un- tergebracht jind, nur unter der Bedingung geftattet, daß Eee vor dem Verlafjen des Gehöfts desmfiziert werden. 8 6. _ Das Geflügel I fo zu verwahren, Say ea Ball SHE nie verlaflen fann. Sür Lauben gilt die8 infoweit, al8 die Srtlidhen Verhältniffe die Verwahrung geftatten. 87. Da3 Weggeben von Mildh- und Mokereirücjtänden ft nur nad) vorheriger Abkodhung oder einer anderen ausrei- enden Erhigung zıläffig; al8 folde gilt: a) SCrhigung über offenem Feuer bis zum wiederholten MAuffoden; b) Erhigung dur unmittelbar oder mittelbar eintwir- fenden {trömenden Wafjferdampf bi auf 85°; o) Crhikung im Wafferbade auf 85° für die Dauer einer‘ Minute, 8. Der Dünger darf aus den verfeuchten Ställen nur gemäß den von der Bolizeibehörde zu erlaffenden An- grdnungen entfernt werden. Die Abfuhr von Dünger und Jaudhe von Klauen- vieh aus dem verfeucdhten SGehöfte ijft nur mit SGenehmi- gung des Landrats zulöffig. Kutter- und Streuvorräte dürfen für die Dauer der Seuche nur mit Erlaubnis des LandratZ und nur injomweit auSgeführt werden, al8 fie nad) dem Orte ihrer Lagerung und der Art des Transporte Träger des AnftedungsS{toff$ nicht jein können. 8 10. Serätfchaften, Fahrzeuge und fonftige Segenftände miüfjen, foweit fie mit den Iranfen oder verdächtigen Tieren oder deren Abgängen in Berührung gekommen Jind, gereinigt und DdesSinfiziert werden, bevor fie aus dem Sehöft herausgebracht. werden. Milchtransportgefäße find nach ihrer Entleerung zu reinigen und zu desinfizieren. Wolle darf nur in felten Säcden verpadt au dem Gehöft ausgeführt werden. 8 11. Von gefallenen Seudenkranken oder der Seuche ver- däcdtigen Zieren find die veränderten Tele einfdhließlidh der Unterfüße jamt Haut bis zum Feffelgelenk, des Schlun- des, Magens und Darmkanal8 famt Inhalt, fowie des Kopfes und der Zunge un{dHädslih zu befeitigen. Häute umd Hörner dürfen erft nad) Desinfektion ent- fernt werden und find bis zur Vornahme der Desinfektion unter Verichluß zu Dee 12 Die gefperrten Ställe dürfen, abgefehen von Not- fällen, nur von dem Befiber der Tiere oder der Ställe, Defjen Vertreter, den mit der Beauflichtigung, Wartung und Pflege beirauten Perionen und Tierärzte betreten werden. Berfonen, die in den abgefperrten Ställen ver- fehrt haben, dürfen erft. nıch vor|hHriftsmäßiger Des- infeftion das Gehöft verlaffen. 8 13. _ Und übermächtig die Stimme erhebend, rief er mit blikenden Mugen: „Singt alle-mit, mein lebte8 Lied!“ Und wir fonnten nicht anders, von Tränen halb er- itict, Jangen wir mit dem Sterbenden: „Der alten Barden‘ Vaterland, Dem Vaterland der Treue Dir, freies, aunbezwung nes Land, Dir weih'n. wir un auf3 neue“, Dann war e8 vorbei, 3 „So fterben Deutfche Männer, und fo trauern deuf- ide Zrauen“, fagte Helmdags Mutter, und plößlidh fakte ie Paula bei beiden Händen und füßte fie, Paula wußte gar nicht, wie ihr geldhab.‘ Sie wußte auch nicht, wie e& gekommen, daß fie diejer [Olidhten Fran bort ihr ganzes Herz, ihr ganzes Empfinden ent{dhleiert hatte, fie, Die Jonjt immer mit ihrem Gefühl zurüchielt und niemand einen Einblig in ihr innerfte8 Herzensle- ben gewährte, Die Amtsgericht3rätin aber zog das junge MädchHen neben fi auf den Stuhl, den Paula vorhin herangerückt, und während es wehmütig um ihren Mund zuckte, ließ Te Hi vernehmen: „Sie glauben ja gar nicht, Kind, melden Troft Sie mir da mit Yhrer Erzählung fpenden, Sehen Sie, Fräu- fein von Wachwikg, mein Egon, mein jüngiter der war ja immer mein befonderer Liebling. Oft fagte ih mir, wenn id) ihn mehr als die anderen verhätfdhelte — fein Vater {tarb, ehe‘ Egon geboren wurde —: „Dır Haft den Jungen zu Lieb. Dar mußt härter gegen ihn und gegen bi werden*, aber ich hatte nicht die Rraft, Und al8 das Vaterland befahl, da gab id ohne Buden meinen fonnigen SYungen hin, ihn ıtnd feine Brüder, Am Feldxrain in er Oftmark hat man ihm fein Reitergrab gegraben. Sch Konnte ihır mir. gar nit hHeimholen, ihn nicht nody einmal feher, und e8 ift vielleidht gut fo. Ich fehe ihn immer vor mir, | merfırfe halten. Hertenbel werden, Sie mit frembent KMaenbieH In De rührung fommen. B. BorfgHkiften für nit verfeuchte Gehöfte des Sperrbezirks. 8 14. Sämtlihes Klauenvieh unterliegt der Abjonderung im Stalle. e Alle Hunde im Dorfe find feftzulegen. el Der Feitlegung ift das Führen an der Leine und Sn Ziehhunden die fejte Anfchirrung gleich zu erachten. DIE Verwendung von Hirtenhunden ZUr Begleitung der Her- den und von Vagdhunden bei der Iagd ohne Leine fann geftattet. werden. 8 Schlächtern, Biehkajtrierern, fomie Händlern und ans deren Berjonen, die gewerbsmäßig in Ställen verfehren, jerner Perfonen, die ein Gewerbe im Umberziehen auS- üben, ijt das Betreten aller Ställe und Jonftigen Stand« orte von Mauendvieh im Sperrbezirke, desgleihen der Eintritt in die Seudengehöfte verboten. Sn befonder8 dringliden Fällen Kann He Ortspokigei- hehörde Ausnahmen zulaffen. don 3 ferner Serät ünger und Sauce von Klauenvieh, ferner Seräts Safer. CR Gegenitände aller Urt, die mit foldem Vieh in Berührung gekommen find, dürfen aus dem Sperrs bezirfe nım mit ortspoligeilicher Srlaubniz unter ‚den polizeilid anzuordnenden Vorfidhtsmakregeln ausgeführt werden. en Die Einfuhr von Kauenvieh in den Sperrbezirk fowwie daS Durdhtreiben von foldhem Vieh durch den Bezirk i{t verboten. Dem Dıurehtreiben von Klauenvieh ft das Durchfahren mit Wiederfäuergejpannen gleichzuftellen. + Die Einfuhr von Klaxenvieh zur fofortigen 9b- {Hladtung Fann vom Landrat geftattet werden, Die Einfuhr von Mauenvieh zu Nırka und Buchte zweden, ijt nur im Falle eines bejonderen wirt{dhaftlichen HBedüurfniffes mit Genehmigung des KegierungsS-Präfiden- ten, die beim Landratsamt zır beantragen ift, zuäffig. $ 18, . Die Ausfuhr von {Hlacdhtreifem Vieh zur fofortigen Mbicdhlacdtung kann ausnahmSweife und nur in dringen- den Füllen mit Genehmigung des Regierungs-Präfidenten erfolgen, die wie im S 17 Abjag 3 zu beantragen ift. 2, Aikgemeineß. 19. . Zumwiderhandlungen Et die vorftehenden Beftim- mungen werden nach den $$ 74 ff. des obengenannten Gefeges heftraft. 8 20. Diefe Anordnung tritt fofort in Kraft. Sie wird aufgehoben werden, fobald die Seuche abgeheilt und die vor] chriftsmäßige Desinfektion [tattgefunden hat und ab= genommen ift. Fulda, den 31. März 1915. Der Landrat: Frhr. v. Doernberg. Sn einem Einzelfall Hat in dem Verfahren gemäß 8 35 Mofat 5 der Reidhsgewerbeordnung auf Unterfagung des Gemwerbebetriebes als Bauunternehmer pp. der ZUVOT zu vernehmende Sacdhverftändige fein Gutachten lediglich auf die Mitteilungen des Polizeiverwalters gründen Fön» nen, weil das Bauwerk, das infolge feiner Bauausführung zur Einleitung des Verfahrens Veranlaffıumg gegeben hatte, inzwifden bejeitigt worden war, Bei der Bedeutung diefes Gutachtens für den Ausgang des Verfahren und für die gefhäftlidhe Sriftenz des Gewerbetreibenden erjdheint eS a Bur Wartung deS Aauenviehs dürfen Perfonen nit | bedenflidh, daß das Gutachten nur auf BeugenauSfagen ARCHE PETER NG ECT ERHEBEN wie er mit Sidhenlaub auf der Bruft und Rofen am Selm lachend von mir Abidhied nahm und mir zurief: „Mutter, der alte Gott Ieht ja noch. Er wird doch Deinen Jungen ‚nit umfommen lafjen. Und“, fügte er finnnend hinzu, „wenn e8 doch jein follte, dann weißt Dır doch, Mırtter, was eine deutfhe Frau ihrem Vaterlande Igußig ft“. Sn „Sehen. Sie, Fräulein. von Wachwig, daran muß id immer denken, wenn ih in {OÖlummerlofen Nächten um meinen foten OH weine und an die anderen Denke, die jebt Für un8 Tfämpfen, te. viel ‚Hat, Toll viel: geben, und.id. habe viel gege= ben, aber do nicht alles, . S nn Noch bin ich reidh, Kind, oh, fo unermeßlidh veich!” Heiße: Tränen {türzten aus den Mırgen ‚ber alten Frau und madten ihr. die Brille blind, die fie jebt {nel abnahm und forgfältig pukte. ) Ze „Na“, meinte fie, und m POT Hufchte Den Nee m ihren Mund, „Sie müffen mid für eine 1hone Sam- A MWber ve fm nur . Mena Ne jber habe id auch gar Feine Zeit, Sehen Sie nur DV a EHEN Arme Frauen {triden fie, und id} muß fie noch Heute abliefern“. : ; „Kann id Yhnen nit ein wenig helfen?“ fragte Rauka Ihiüchtern, und Dabei Mopfte ihr das Herz in hef= tigen Schlägen, ; Be Die Amt8gerichtsrätin blickte Paula über ihre Brille hinweg prüfend an. : ; S „Wenn Sie wollen. Arbeit tut immer gut. Neh- men Sie mal Xhren Sut ab. Meine alte Mine Bringt 1un8 wohl gleidj Kaffee, dann wird es gemütlicher“. Paula ftreifte N UEK N HandfHuhe ab, den Hut Teate fü den SH Teate fie auf n Schrei ortfekung Folgt.