MU TTETSAAAAAAEUATES HSSTSS EAU N pSPPATPTAPTSATTPA PTR ErkhHeint tägliH mit Ausnahme der Sonne und Selertage, 3 Bezugs-Preis: Monatlid) mit Ilufkrierten: Soenntags-Siatt 60 Pfennig, desgleidhen IurH die Poß bezogen ausfhließe ? üß Seftellgeld. + + Einzelne Nummern Foflen 10 Pfennig, 3 Telege.-Adr.: Rreishlatt Fulda, + Sernfprecher Kr. 85, Druk und Verlag: 7. Z.Uth’s Gofduchdrucerei, Fulda. ++ - - TSF 4404 vH 20090 SSH 3 Die Einrücdungs- Gebühren betragen für den Raum einer 3 Spaltzeile 15 Pfennig. Anpreifungen die Zeile 25 Pfennig. 3 Sür die an der SefhHäftsfielle zu erteilende Auskunft oder Ans nahme von Khriftlidhen Angeboten werden 25 Pfennig berechnet. Plas- und Datenvorkhriften ohne Verbindlichkeit, Verantwortlicher Schriftleiter: Zeo Uth, Fulda. KETTE TESTS SPTPTPPPPPPSPPPPSE STAA SPS T0SPTTTAUSS: SUSE SSESPASSSHAE TSTETTTECTPSPPSPHFTSTFTSSTTT PSP ir. 131. Samstag den 5. Juni 029400000000 1915, 47. Jahrgang, E Erfies Blatt. n 8 ‚Der Welt-Krieg. Die deutjhen und Öfterreichifchen - Tagesberichte. W. G®roßes Hauptquartier, 4, uni. Telegramm.) (Amtliches Weitlider KXKriegsfdauplas. Schloß und Ort Hooghe (öftlih Ypern) ft bis auf wenige Häufer am Weftrande von ung geftürmt, Englifdhe Segenangriffe wurden blutig abgewiefjen, Deftlig SGivendy gelang es geftern Ahend englifdhen Truppen, in unfere: Stellung einzudringen. Gin Gegen: angriff warf den Feind unter {Hwerften Verluften wieder hinaus, 3 englijde Mafjdhinengewehre blieben in unfjerer Hand, Die Stellung ift lügfenlos in unjerem Befig, Die Zudferfahrif Sougez ft nad hHin- und herwogen- dent Kampfe von uns hefegt. An der Bahn weitlih von Souchez ift der Kampf nody im Gange. Sin ftarfer feindlider Angriff auf unjere Gräben bei und nördlidh Neuville brad im Artilleriefener zufam- men, Shdlid Neuville find feit Heute Nadt Nahkämpfe im Gange. Im Prieftermalde i{t der Kampf abgefhloffen. SS it uns gelungen, den größten Teil der verlorenen Gräben wieder zu gewinnen. Deitlidher KXriegsihanplas. Kuffijde Abteilungen wurden dur unfere . Kaval- lerie aus den Ort{dhaften Lenune und Schrunden, 60—70 Kilometer Sitlih von Liban vertrieben. In Gegend KRaw- Dyany, weftlidg Kurdany, und bei Sawdyniki an der Du- bijfia, {dheiterten feindlidhe Angriffe. Südöftliger KXriegsihanuplak. Unfere Truppen Haben nady Kampf die Orte Sitlich von Przemyfl und nach Nordoiten anfdhließend die Linie Boles{traszyce—Torfi— Podziazs— Starzawa erreicht. Die Beute aus dem Fall von Przemyfl ift noch nicht feftgeftellt, G3 ergibt fih aus Ausfjagen von Gefangenen verfdhie- denfter Truppenteile, daß die Ruffen für die Nacht vom 2, zum 3, Juni, in der Przemyfl geftürmt wurde, gegen Die ganze Jront der Armeen des Generaloberften v. Maden- jem einen allgemeinen Angriff eingeleitet hatten, Diefe Dffenfive ift, fhon in ihren Anfängen vollfommen ge- {dheitert, ' 22 Kilometer öftlidh von Przemyfl (türmten Ddeutfche Truppen unter General von der Marwik die Gegend bei- Dderfeits Miyfjlatycze. Die Armee des Generals v. Linfingen ift im Begtiff, den Unterlanf des Strij nordöftlih des Ortes gleichem Namens zu überfchreiten. Der Hfterreichifh-ungarifhe Tagesbhericht, W. Wien, 4, Juni. (Nidhtamtlidh.) Amtlih wird verlautbart: 4. Juni 1915. Die Verfolgung der KRuffen wird fortgefebt. Kuffijder Kriegsidhaupkag. Im Laufe des Tages wurde Przemyfl vom Feinde gefäubert, der in öftliher Rihtung zurüdging und auf den Höhen jüdweftlih Medyka durch Nachhuten Wiverftanz zu Teiften verfuchte. Doch greifen jekt die verbündetem Trup- wen an, Unterdeffen ift cs der Armee BöHn-Ermoli gelungen, vom. Südem her die ruffifhe Verteidigungsftelung zu durhbreden und in der Riftung- auf Mofcijka vorzıua — ftoßen, von weldem Ort unfere Truppen nur mehr menige Kilvpmeter entfernt {tehen, Bei diefen Kämpfen fielem zahl- Teiche Gefangene in die Hände der Sieger, Huch der An- griff der Armee Linfingen hatte neuen Erfolg. Die Ruf- fen find feit Heute früh vor diefer Armee in vollem Rückzug. An der Pruthlinie haben fidh in Rükmirkung der Gr. eigniffe am San und oberen Dnjeftr neue Kämpfe ent- widelt, Wo der Gegner Angriffe verfucht, wurde er unter ütarfen Verkuftem abgewiefen. 900 Mann wurden zu Ge: fangenen gemadt. Die fonjtige Lage am unteren San und in Polen ift unverändert. Unbedeutende Kämpfe im Süden. SItalienifdher KXriegs{hanuplag. . Im Tiroler Grenzraum find Feine wefentliden Er- eignifje zu verzeidhnen. Deftlidh des Kreuzberg-Sattels nahmen unfere Truppem zwei Gipfel, die die Ftaliener vorübergehend {tarf befejtigt Hatten. An der Kärtner Grenze hält der SGejhügfampf jtellenweife an. Im Kü- jtenlande wird im Raum von Karfreit gefämpft, Der Stellvertreter des Chefs des Generakftahes‘: v. Höfer, Feldmarfhaleutnant. Drzemnsl. ‚Wien, 3. Iuni. (ctr. fft.) Die Feltung Przemyil 11 von einem King von 23 Forts umgeben. 19 gehören der äußeren, vier der inneren VerteidigungSzone an. Der Mungriff erfolgte auf dem linfen Sanırfer. Das Schick Jal der Fejtung war ent{cdhieden, als die bayerifchen Trup- pen bei ihrem vorgeftrigen Vorftok bi8 auf Tech Kilometer an bie Stadt herangefommen waren, wodurch auch die rück wärtigen Verbindungen des Nordjektor8 weitlid von Dun- fowiczi durdbrodhen wurden. Unfjerem 10. Armeekorps, weldeS ji auS dem Kaume um Przemyil ergänzt umd defflen Kommando in der Stadt einen Sikt hat, war e8 vergönnt, im Verein. mit den deutihen Truppen in die Stadt einzudringen. Nähere Nachrichten {tehen noch aus, jedenfalls iit die Beute ganz befonderS groß. Mit dem Zall von Przemyil ift die Lage der Kuffen am Sarı vorauslichtlidh unhaltbar geworden. Die Einjes- ung fajt aller Rejerven, die hei den verzweifelten Vor itößen gegen die Lubaczowka-Front aufgebraucht wurden, blieb ergebnislos. Durch ungehenere Verkufte gefcdhwächt, haben diefe Zruppenmaffen alle Offenfivkraft eingebißt. Die nächften Tage, ja vielleidht jhon Stunden, dürften Nachrichten bringen, die die Situation in Weitgalizient fären. Auch auf die Verhältniffe an. der Weichjel und ın Ruffifd- Polen müffen die Sreigniffe, vor Einfluß wer- den. Von Lemberg find die ruffijhen Behörden befannt- li {don vor zwei Tagen nad Brody an der galiziidhen Grenze übergefiedelt, die anderen dürften Folgen. : Von der gewaltigen moraliidhen Wirkung auf die Sieger und auf die Befiegten ganz abgejehen, iit der Fall der Feftung auch in politijdher Hinficht Kicherlidh von aroker Bedeutung, Die Zolgen der Cinnahme von Przemyil. Rotterdam, 4, Iuni. Ueber den Fall. Rrzemyfls jOhreibt der „Neue Rotterd. Cour.“: Verichiedene Mel- damngen deuten darauf hin, daß die Schlacht am San für Die Deutichen und Dejterreidher immer qUmitiger fteht und immer mehr einen entidheidenden Charakter annimmt. Der Eindruck drin at durch, dak der Augenblick gekommen ilt, vo Die Ruffen ihr nıumerifches Nebergewicdht befonders8 in artilleriftijdher Hinfidht an den Fritiidhen Stellen nicht mehr miederherftellen Fönnen, ohne ihre Front auf ande- ren Stellen zu jhwäden, Da mit der Feltung der Stißb- punkt ber weftlidh Tih ausbreitenden Teile des ruflijchen Heeres entfallen i{t, fo ft zu erwarten, daß fich dieje Teile, Derem Bafis zwijchen dem San und dem Dnjeitemoralt liegt, werden einziehen müffen. Da inzwifchen auch Stich vom Moralt von Strij aus die Deutidhen weiter vormar- jichieren, gehört die Bedrohung Lemberas in nächiter Bır= fırnft nicht mehr in das Reich der Nbantakie.“ Der Sinzug der Verbündeten in Przemy{l. Aus dem F, u. F, Kriegspreffequartier, 3, uni, meldet die „Köln. Molfsztg.“: Der Iubel der Bevölkerung Prze- myfl8, die während der Rurffenherrichaft an. 20.000 Men= chen betrug, war grenzenlos, Männer und Frauen mwein- tem vor Slüc, Viele Soldaten. konnten bei ESinzuge die Ihrigen mwiederfehen, Nichts Erhebenderes, feine jchönere Symbolifierung der Waffenbrüberihaft Deutidhlands und Deijterreich-Ungarns läßt fid) denken, al8 von beiden Sei- ten der eroberten Stadt Bayern und Dejterreicdher zufam- menftrafen. Offiziere und Mannichaften jah man fich umarmen. Slodengeläute feierte den Siegestag, Sin Dankgottesdienft in allen Kirchen und Synagogen wurde abgehalten, ‘Der Abzug der ruffiidhen Bejabungstrupben mar Lediglich auf den Sftlihen Bahn- und Strakeniveaen nach Grodef möglich, und beide fanden jeit adht Tagen unter dem vernichtenden Feuer der allieitig anrükenden und näher gebrachten Artillerie unjerer Truppen. Der Fall von Przemyil. Lugano, 4, Juni. (ctr. fft.) Sehr kFomi{gh ft die Betrachtung des „Corriere della Sera“ zum Fall von Prze- myfl. Sr mißt ihm nur eine moralifde und Feine ftra- tegi{dhe Bedeutung bei, da ja die Feftung von den Dejtera reidern vor der Kapitulation vollfommen vernichtet wor den jei. Dabei vergikt das Blatt, daß e8 nad) der Kapi- tulation. im März die ungehenere Bedeutung des Wertes von Przemyfl al3 Feftung nicht genug. preijen Konnte und damals behauptete, daß die don den Defjterreidhern zerftöt- ten Feltungswerke in wenigen Wehoen wiederhergeitell£ werden würden. Der lebte ruffifdhe Artilerietransport nad Przemyfl. Wien, 4. Juni. (ctr. bin.) Wie die „Wiener ReidhZ- poft“ meldet, hatten die Rırlfen noch vor 14 Tagen über 60 Sijenbahnivaggons mit {diwverer Artillerie und FeftungS- gejdhüßen in Przemyfl eingeführt, Jtalien, Salandras Rede. Die Sprade des {hledhten Gemwiffens, Die Kede des Minifterpräfidenten Salandra auf dem Rapitol in der Sikung des rtömifdhen AusSidhuffes für birrgerlidhe Kriegsvorbereitung war ein lauter Wortihwald voll unbefchreiblidher Selbitüberhebung und einer Ver- drehungsSkunft, die ihresgleidhenm fucht.. Nahezu alle Be= hauptungen, die Salandra zur Rechtfertigung feines Bor- gehensS aufftellte, waren Unmwahrheiten. Und wenn er zum: Schluf feiner Darlegungen prophetifch ausrief: Ita- lien wird in diefem größten aller Kriege fiegen, weil König und Volk einig find, To lautet das Eho der Wahrheit dar- auf: König und Volk find uneinig, Italien wird unter- liegen! Nichtswiürdige Verleumdungen Iheute der Mini- Iterpräfident gleichfalls nicht. So, wenn er behamptete, der deutiche Kanzler habe im Reidhstage erklärt, das ita= lienijde Kabinett fei Dur ausländiihes Geld heitochen worden, während der Kanzler bekanntlich gefagt hat, die Straße jei vom Selde des Dreiverbandes8 bearbeitet wort= den; fo ferner, wenn er Defterreidh unterftellte, «Diefes habe während der Hibyidhen Unternehmung, des THibyfohen KaubzugesS Hätte e8 richtiger geheiken, immer auf einen Krieg mit Italien gehofft. Das Gegenteil ift die Wahr» heit, ohne die Rücendecung durch Deutichland und DYejter= reid-Ungarn hätte Italien den Kbyfhen Feldzug nie Durd- Jühren fönnen, und man mird abwarten dürfen, ob Ita- lien den THibyidenm Raub nach dem jebigen Kriege behalten wird. An Sebitüberhebung leiftete jidh Salandra YNebers menichlidhes8, wenn er behauptete, er komme fidh viel vor= nehmer vor als der Kaijer Franz Xofoph amd als der deut» Ihe Reidhskanzler, wenn er erflärte, die Zornrede des Herrn v. Bethmann Hollweg Könne von. Italienern nicht verftanden wetden, die politijh und Kulturell zwanzig SJahrhunderte weiter feien, als die Deutjdhen. Advokaten= Eniffe {ihlimmfiter Art wendete der Minifterpräfident an, um Stalien8 Schmadh auf Deutidhland und Dejterreich- Ungarn abzumälzen und diefe beiden für die Auflöfung des Dreibundes verantwortlich zu machen. Am 27. und 28. Yuli habe Italien in Maren Noten an die Berlinen und Wiener Regierung die Frage der Abtretung der ita= lienifdhen Provinzen Dejterreichs aufgeworfen und erklärt, wenn €8 nicht entiprechende Entihädigungen erhalte, wer= de der Dreibund ambheilbar zerbrochen! werden; aber DYefter reich habe allerlei Ausflücdte gebraucht. Am 30. Juli jaate der terreichijhe SGelandte in Kom. zum itakienifchen Minifter des Meukßern San SGiuliano, Defterreid) könne in Ddiejer Hinlidht feine bindenden Erklärungen abgeben, da man nicht vorausjehen Fönne, ob e8 nicht im Laufe des AriegeS gezwungen fein mürde, gegen jeinen. Willen jer= bifche Gebietsteile für Jidh zır Gehalten. Mündliche und Ihriftlidhe Verficdherungen des Königs Viktor Emanuel Ipäteren Datırm8 behaupten das Gegenteil deffen, wa Salandra fagte. Sn übrigen fhloß Kih der Minifter zarmi Beiveije jeiner Yliae an das genuqjam bekannte Sriütnbuch an, Das zu einem Vade mecum für alle italienifden Poli= tifer. geworben ift und für fie alle den arnentbehrlichent Wegiveijer bildet, ohne den fich keiner aus dem Labyrinth der italienifdhen Lünen herauszufinden vermag. Am Ende aber iprady doch auch die Anaft vor Deutihland aus den Schaumfhlägereien ‚des italieniidhen Minifterpräfidenten. Salandra meinte, er wolle feine Schubherridhaft Deutfch» [lands noch ein Vafallenverhältnis zum Deutidhen Reiche, Heften! ‚gewaltige! Nebdrlegenheit er damit anerfannte,